DOMOWINA

Župa "Jan Arnošt Smoler" Budyšin
Regionalverband "Jan Arnošt Smoler" Bautzen

Zawod/Einleitung
1. Der Regionalverband "Jan Arnošt Smoler"
2. Die Sprache, Vorschul- und Schulbildung in der Region
3. Sorbische Volkskunstgruppen in der Region
4. Sorbisches Brauchtum und Traditionen
5. Wichtige Gedenkstätten
6. Zur Geschichte des Domowina-Regionalverbandes /
- K stawiznam župy "Jan Arnošt Smoler"
7. Vorsitzende des Kreisverbandes/ županojo/župance
8. Kontaktadressen
9. Wobrazowe galerije



Zawod
Před dlěje hač 1400 lětami, za čas pućowanja ludow, wopušćichu mnohe słowjanske kmjeny swój prěnjotny sydlenski rum na wuchodźe Europy a ćehnjechu na zapad. Mjez tutymi bě tež 20 serbskich kmjenow, kotrež zasydlichu so na teritoriju, sahacym w zapadźe hač k Solawje a na sewjerje hač před Berlin. W juhu mjezowachu na njón Rudne a Šmrěkowe horiny a na wuchodźe rěki Bobr, Wódra a Kwisa. Prěni króć naspomni je pisomnje frankski chronist Fredegar w lěće 631.
Přisadźiwši w 10. lětstotku swoju politisku samostatnosć, pomjeńšowaštej zaměrna germanizacija a asimilacija sydlenski rum dźeń a bóle. Jeničce potomnikam hornjołužiskich Milčanow a delnjołužiskich Łužičanow je so poradźiło, hač do dźensnišeho swoju serbsku rěč a swoju kulturu wobchować. Jich je dźensa něhdźe 60.000. Z tutych bydli 40.000 w Hornjej a 20.000 w Delnjej Łužicy. Němcy mjenuja Serbow tež "Wenden". Tute zapřijeće saha wróćo na romskich stawiznopisarjow, kotřiž mjenowachu wšě jim poměrnje njeznate słowjanske kmjeny "Veneti".
W zwisku z byrgarskim wuwićom wotućeše w zažnym 19. lětstotku serbske narodne wědomje. Nastawachu mnohe towarstwa, kotrež njepěstowachu jenož serbsku kulturu a rěč, ale kiž budźachu tež začuće narodneje zhromadnosće.
Dnja 13. oktobra 1912 zeńdźechu so zastupjerjo wjacorych towarstwow we Wojerecach a załožichu Domowinu jako třěšny zwjazk.
Dnja 21. julija 1921 załožichu so prěnje tři župy Budyšin, Kamjenc a Wojerecy, kotrymž dalše slědowachu. Dźensa je pjeć župow.

Župa "Jan Arnošt Smoler" Budyšin ze sydłom w Budyšinje
Župa "Michał Hórnik" Kamjenc ze sydłom w Chrósćicach
Župa "Handrij Zejler" Wojerecy ze sydłom we Wojerecach
Župa Delnja Łužica ze sydłom w Choćebuzu
Župa Běła Woda/Niska ze sydłom w Slepom

Einleitung
Vor mehr als 1.400 Jahren verließen slawische Stämme im Zuge der Völkerwanderung ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet im Osten Europas und zogen nach Westen. Darunter befanden sich etwa 20 sorbische Stämme einschließlich der Milzener und Lusizer. Sie siedelten sich in einem Gebiet an, das im Westen bis zur Saale und im Norden bis unterhalb Berlins reichte, im Süden vom Erz- und Fichtelgebirge und im Osten von den Flüssen Bober, Oder und Queiß begrenzt wurde. Die schriftliche Ersterwähnung eines darin befindlichen Stammesverbandes "Surbi" erfolgte 631 durch den fränkischen Chronisten Fredegar.
Nach dem Verlust der politischen Selbstständigkeit im 10. Jahrhundert verringerte sich ihr Siedlungsgebiet durch Assimilation und Germanisierung, vor allem durch den Zustrom nichtslawischer Bevölkerung. Lediglich den Nachkommen der Oberlausitzer Milzener und der Niederlausitzer Lusizer ist es gelungen, bis in die Gegenwart ihre sorbische (wendische) Sprache und Kultur zu erhalten. Ihre Zahl beträgt gegenwärtig ca. 60.000. Davon leben 40.000 in der Ober- und 20.000 in der Niederlausitz. Die Sorben nennen sich "Serbja" und "Serby". Neben dieser Bezeichnung ist im Deutschen heute noch der Begriff "Wenden" verbreitet, insbesondere in der Niederlausitz. Dies geht zurück auf römische Geschichtsschreiber, die ihnen im Einzelnen nicht bekannte Stämme im Osten mit dem Begriff "Veneti" belegten, wovon man im Deutschen später "Wenden" bzw. "Winden" als Bezeichnung für die Slawen ableitete.
Mit der bürgerlichen Entwicklung erfolgt seit dem frühen 19. Jahrhundert eine Stärkung des sorbischen Nationalbewusstseins. Es entstanden zahlreiche Vereine, die die sorbische (wendische) Sprache und Kultur pflegten und dazu beitrugen, das Zusammengehörigkeitsgefühl als Volk zu stärken.
Am 13. Oktober 1912 trafen sich Vereinsvertreter in Hoyerswerda und gründeten die Domowina als ihren Dachverband. Am 21. Juli 1921 wurden die ersten drei Regionalverbände Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda gebildet, denen weitere folgten. Heute bestehen fünf Domowina-Regionalverbände.

Domowina-Regionalverband "Jan Arnošt Smoler" Bautzen
mit Sitz in Bautzen


Domowina-Regionalverband "Michał Hórnik" Kamenz
mit Sitz in Crostwitz


Domowina-Regionalverband "Handrij Zejler" Hoyerswerda
mit Sitz in Hoyerswerda


Domowina-Regionalverband Niederlausitz
mit Sitz in Cottbus


Domowina-Regionalverband Weißwasser/Niesky
mit Sitz in Schleife

Bautzen 1. Der Regionalverband "Jan Arnošt Smoler"

Der territoriale Bereich des Regionalverbandes "Jan Arnošt Smoler" umfasst das Gebiet des Kreises Bautzen. Dabei konzentriert sich die Tätigkeit besonders auf den Teil des Kreises, der zum "Sorbischen Siedlungsgebiet" gemäß Anlage zum "Gesetz über die Rechte der Sorben im Freistaat Sachsen, § 3" gehört. Nach der Gemeindegebietsreform vom 1. Januar 1999 zählen dazu 16 Gemeinden mit 248 Orten. In jeder dieser Gemeinden bestehen jeweils eine oder mehrere Domowina-Ortsgruppen als Basiseinheiten des Regionalverbandes, der heute noch 26 Ortsgruppen und zwei Vereine umfasst.
Die Kreisstadt Bautzen ist seit Jahrhunderten Metropole sorbischen kulturellen und gesellschaftlichen Lebens und Wirkungsstätte zahlreicher sorbischer Patrioten. Zu diesen zählt Jan Arnošt Smoler (1816 - 1884), eine führende Persönlichkeit der sorbischen Bewegung im 19. Jahrhundert, deren Namen der Regionalverband Bautzen seit seiner Gründung im Jahre 1921 trägt. In Bautzen haben wichtige Institutionen des sorbischen gesellschaftlichen Lebens ihren Sitz. Im "Haus der Sorben" (Postplatz 2) befinden sich die Hauptgeschäftsstelle der Domowina, das Büro des Regionalsprechers der Domowina Serbski dom - Haus der Sorben in Bautzenfür den Kreis Bautzen, Geschäftsstellen überregionaler sorbischer Vereine (Sorbischer Schulverein, Sorbischer Künstlerbund, Cyrill-Methodius-Verein und andere zur Domowina gehörige Vereine sowie der Sorbische evangelische Verein).
Ihren Sitz haben hier auch folgende Institutionen: die Stiftung für das sorbische Volk, das MDR-Studio Bautzen mit der sorbischen Redaktion, das Sorabia-Film-Studio und die Sorbische Kulturinformation.
Weitere wichtige sorbische Institutionen in der Stadt Bautzen sind: das Sorbische Museum, das Sorbische National-Ensemble, das Sorbische Institut, der Domowina-Verlag und das Deutsch-Sorbische Volkstheater (DSVTh).
Die Geschichte der Stadt Bautzen - die im Jahre 2002 ihre 1000-Jahr-Feier beging - ist untrennbar verbunden mit wichtigen Ereignissen des sorbischen gesellschaftlichen Lebens, z. B. zentrale Sorbentreffen, Sängerfeste, Festivals der sorbischen Kultur, sorbische Theater-Inszenierungen u. a.
Brautjungfer - Tracht der evangelischen Sorben der Bautzner RegionEine sorbische Kulturinstitution außerhalb der Stadt Bautzen ist das Museum "Dom Měrćina Nowaka-Njechorńskeho" in Nechern. Hier werden Leben und Wirken des bedeutenden sorbischen Schriftstellers und Malers Měrćin Nowak dargestellt, ergänzt durch Darstellungen über das Leben der Sorben der näheren Umgebung in der Vergangenheit. Es handelt sich hier um das Geburtshaus von Měrćin Nowak, das dieser vor seinem Tode im Jahre 1990 testamentarisch der Domowina übereignet hat.
Innerhalb des Kreisgebietes hat sich die sorbische Sprache und Kultur im Bereich der katholischen Pfarrgemeinden in wesentlich stärkerem Maße bis heute erhalten als in anderen Orten. Im Kreisgebiet gibt es vier katholische Pfarrgemeinden, in denen sorbische Geistliche tätig sind. Es sind dies die sorbische Pfarrgemeinde in Bautzen sowie die Pfarrgemeinden in Radibor, Storcha und Sdier. In ihnen ist die sorbisch sprechende Bevölkerung noch in der Mehrheit. Ein Zentrum sorbischen kulturellen und gesellschaftlichen Lebens war in der Vergangenheit und ist heute noch die Gemeinde Radibor. Innerhalb der evangelischen Kirche sind in Bautzen zwei sorbische Geistliche tätig, die auch in Gemeinden außerhalb Bautzens sorbische Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen durchführen, z. B. in Milkel, Quatitz, Malschwitz, Neschwitz und Großpostwitz. Einer dieser Geistlichen ist Leiter der sorbischen Superintendentur.

Mädchen-Tanztracht der evangelischen Sorben der Bautzner Region 2. Die Sprache, Vorschul- und Schulbildung in der Region

Dem Erhalt und der Pflege der lebendigen sorbisch-deutschen Zweisprachigkeit in der Region als unabdingbarer Bestandteil der sorbischen Kultur wird große Aufmerksamkeit gewidmet. Neben den sorbischen Kindertagesstätten "Alojs Andricki" in Radibor und "Jan Radyserb Wjela" in Bautzen bieten auch weitere Einrichtungen der Region die Möglichkeit des Erwerbs der sorbischen Sprache bereits im frühesten Kindesalter an. Dabei handelt es sich um Kindertagesstätten, die im Rahmen des im Jahre 1998 ins Leben gerufenen "Witaj"-Projektes die sorbische Sprache in die Betreuung der Kinder einbeziehen. "Witaj" heißt Willkommen - und willkommen sind alle Kinder aus deutschen oder gemischtsprachigen Familien.
Die Lausitz bietet den Vorteil, dass die zwei- oder mehrsprachige Erziehung mit Sorbisch vom frühesten Kindesalter an auch in den Schulen der Region fortgesetzt werden kann. Dabei können die Eltern für ihre Kinder Sorbisch als Unterrichtssprache in mehreren Fächern an den sorbischen Grund- und Mittelschulen in Bautzen und Radibor sowie an der Grundschule Baruth wählen; in einer Reihe weiterer Schulen der Region können sie sich aber auch für Sorbisch als zusätzliches Sprachfach entscheiden.
In Bautzen befindet sich das einzige obersorbische Gymnasium, das von muttersprachlich sorbischen Schülern und Schülerinnen ebenso wie von Sorbisch lernenden Schülern wird.
Die Domowina ist intensiv um eine Erweiterung des Netzes von Witaj-Gruppen und ihre Fortsetzung in entsprechenden Schulen bemüht.

3. Sorbische Volkskunstgruppen in der Region

Obwohl in der heutigen Zeit auch für das sorbische Kulturleben professionelle Künstler und Künstlerensembles (z. B. das Sorbische National-Ensemble und das Deutsch-Sorbische Volkstheater) unverzichtbar sind, spielen Laienkünstler und Volkskunstgruppen nach wie vor eine wesentliche Rolle.
Zu den Volkskunstgruppen in der Region gehören:

- Volkschor "Meja" Radibor - gegründet 1896, künstlerische Leitung: Judith Kubicec
- Chor "Budyšin" - gegründet 1964, künstlerische Leitung: Michał Janca
- Folkloregruppe "Sprjewjan" - gegründet 1979, künstlerische Leitung: Marhata Korjeńkowa
- Chor der Sorbischen Fachschule für Sozialpädagogik, künstlerische Leitung: Leńka Thomasowa

1. Sorbische Kulturbrigade Bautzen
Volkskunstgruppen an den Schulen:
Die 1. Sorbische Kulturbrigade e.V. (gegründet 1949) besteht aus Schülern des Sorbischen Gymnasiums Bautzen. Sie umfasst einen gemischten Chor, Kammerchor, Volksmusikantengruppe und Tanzgruppe.
Künstlerische Leitung der Chöre: Friedemann Böhme, künstlerische Leitung der Tanzgruppe: Sylvia Rötschke

Die Tanzgruppe "Łužičanka" ist eine Kindertanzgruppe beim Sorbischen National-Ensemble.
Künstlerische und organisatorische Leitung: Alena Kubańkowa
Jeweils einen Schülerchor haben die sorbischen Grund- und Mittelschulen in Bautzen und Radibor. Sie pflegen vorwiegen sorbisches Liedgut. Die Grundschule Radibor hat daneben auch eine Tanzgruppe.

4. Sorbisches Brauchtum und Traditionen

Fronleichnamsprozession in RadiborSorbische Volkstrachten
Im Alltag wird die katholische Tracht noch teilweise von Frauen im Alter von über 60 Jahren getragen.

Die katholische Tracht im AlltagZu festlichen Anlässen werden aber entsprechende Festtagsvarianten der Tracht auch von vielen jungen Frauen und Mädchen angelegt. Das gilt besonders für Familienfeiern, die mit einem religiösen Akt in der Kirche verbunden sind (z. B. Taufe, Erstkommunion, Firmung und Hochzeit) und bestimmte kirchliche Feiertage, wie die Fronleichnamsgottesdienste und -prozessionen.


Außerdem treten Chöre und Tanzgruppen in bestimmten Varianten dieser Volkstracht auf. Auf diese Weise treten auch die im Alltag nicht mehr lebendigen Trachten der evangelischen Sorben des Bautzener Landes heute wieder stärker in Erscheinung.

Bräuche und Traditionen

Vogelhochzeit (25. Januar):
Die Kinder stellen außen am Fenster Teller auf, auf die von der "Elster" heimlich Süßigkeiten gelegt werden. In den Kindergärten werden an diesem Tag Hochzeitszüge durchs Dorf organisiert, wozu die Kinder als Vögel kostümiert bzw. maskiert sind.
VogelhochzeitVom Sorbischen National-Ensemble wird seit Jahrzehnten alljährlich ein Vogelhochzeitsprogramm für Kinder (vier oder mehr Vorstellungen im DSVTh) und ein anderes Programm für Erwachsene einstudiert, das an fünf Orten im Bautzener Gebiet und an weiteren Orten der Lausitz aufgeführt wird.

Sorbische OstereierTraditioneller sorbischer Ostereiermarkt
Fünf Wochen vor Ostern findet in Bautzener Haus der Sorben der Traditionelle sorbische Ostereiermarkt statt. Sorbische und deutsche Volkskünstler aus der Ober- und Niederlausitz demonstrieren das Verzieren von Ostereiern in sorbischen Verziertechniken.

Osterreiter-Prozessionen
am Ostersonntag sind ein kirchlicher Brauch, der in neuerer Zeit zunehmendes Interesse breiter Kreise der Öffentlichkeit aus nah und fern fand. In der Bautzener Region reiten drei Prozessionen: Die Radiborer reiten nach Storcha, die Storchaer nach OsterreitenRadibor und die Bautzener Prozession führt ebenfalls nach Radibor.

Das Hexenbrennen
wird am Abend des 30. April in fast allen Dörfern der Region durchgeführt. In der Gemeinde Göda ist seit vielen Jahren Tradition, dass unter Mitwirkung von Mitgliedern des DSVTh zum Hexenbrennen eine Gerichtsverhandlung inszeniert wird, in der eine Hexe verurteilt wird.

An demselben Tage erfolgt in manchen Orten meist in der Mitte des Dorfes das Maibaumaufstellen. An einem der folgenden Sonntage im Mai findet dann das Maibaumwerfen statt. Auf sorbische Art wird das dazugehörige Kulturprogramm in Radibor und an wenigen anderen Orten durchgeführt.

Alle zwei Jahre im Sommer ist Bautzen Gastgeber für die Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Folklorefestivals "Lausitz". Folkloreensembles aus aller Welt und der Lausitz präsentieren dem Publikum ein buntes und abwechslungsreiches Programm.

Die Sorbischen Herbstkonzerte
sind seit mehreren Jahrzehnten an zahlreichen Orten der Lausitz eine kulturelle Tradition. Es handelt sich um Konzerte, die von sorbischen Laienchören in der Zeit von Mitte September bis Mitte November - zum Teil auch von Chören aus dem slawischen Ausland auf der Basis partnerschaftlicher Beziehungen - gestaltet werden. Im Bereich des Regionalverbandes finden diese Konzerte alljährlich an sieben Orten statt.

5. Wichtige Gedenkstätten

Denkmal für Handrij ZejlerBautzen:

- Denkmal für Jan Arnošt Smoler (1816 - 1884) am Ziegelwall, sein Grab befindet sich auf dem Protschenberg-Friedhof.
Auf dem katholischen Nicolai-Friedhof befinden sich u.a. die Gräber von
- Michał Hórnik(1833 - 1894), Geistlicher, führende Persönlichkeit der sorbischen Bewegung seiner Zeit
- Michał Nawka (1885 - 1968), Lehrer, Schriftsteller, Sprachwissenschaftler, langjähriger Dirigent des Chores "Meja" Radibor
Auf dem Taucher-Friedhof befindet sich das Grab von
- Arnošt Muka (1854 - 1932), Gymnasialprofessor, Volkskundler, Sprachwissenschaftler, bedeutender Organisator der sorbischen nationalen Bewegung

Chor "Meja" vor der Alten Pfarrkirche in RadiborRadibor:

Alte Pfarrkirche (Altarraum) - erbaut 1496 - in ihr befindet sich eine Sammlung religiöser Kunstwerke aus dem Mittelalter - an der Kirche veranstaltet der Chor "Meja" alljährlich ein Sommerkonzert
Weitere Gedenkstätten befinden sich auf dem Friedhof, z. B. für
Jakub Lorenz-Zalěski (1874 - 1939),
Denkmal für Korla Awgust KocorDr. Marja Grólmusec (1896 - 1944), Opfer des Faschismus,
Alojs Andricki (1914 - 1943) Opfer des Faschismus,
Józef Nowak (1895 - 1978)

Berge
bei Großpostwitz
Korla Awgust Kocor (1822 - 1904), Denkmal vor dem Geburtshaus, Kocor war Lehrer, bedeutender Komponist und Organisator von Sängerfesten

Salzenforst:
Handrij Zejler (1804 - 1872) Gedenktafel am Geburtshaus und Denkmal auf dem Dorfplatz - evangelischer Pfarrer, bedeutender sorbischer Dichter.

6. Zur Geschichte des Domowina-Regionalverbandes

21. 7. 1921 - Gründung der Regionalverbände darunter die des Regionalverbandes "Jan Arnošt Smoler". In der Folgezeit an vielen Orten Gründung neuer sorbischer Vereine.
17. 8. 1923 - Erstes Konzert des Bundes sorbischer Gesangsvereine in Bautzen
1923 - Gründung der Vereinigung sorbischer bildender Künstler auf Initiative von Měrćin Nowak-Njechorński
1924 - Konzert sorbischer Chöre in Neschwitz
15. 6. 1926 - Zentrales Treffen der Domowina in Hochkirch(4.000 Teilnehmer aus 37 sorbischen Vereinen)
20. 2. 1927 - Hauptversammlung der Domowina in NeschwitzJakub Šewčik neuer Domowina-Vorsitzender
27. 7. 1927 - Treffen der Domowina in Radibor (5.000 Teilnehmer aus 48 sorbischen Vereinen)
2. 7. 1928 - Treffen der Domowina in Großpostwitz, Erstaufführung des Poems "Lubin a Sprjewja" von Jozef Nowak
März 1930 - Hauptversammlung der Domowina, Jan Křižan, Pfarrer in Klix, neuer Vorsitzender der Domowina

1933 -1936
-Reorganisation der Domowina, Umwandlung der örtlichen Vereine in Ortsgruppen der Domowina

27. 12. 1933
- Hauptversammlung der Domowina; Pawoł Nedo, Lehrer aus Kotitz, neuer Vorsitzender der Domowina
18. 3. 1937 - Veranstaltungsverbot für die Domowina und die ihr angeschlossenen Vereine 10.5.1945 - Neugründung der Domowina
25. 5. 1945 - Ernennung von Dr. Jan Cyž zum Landrat des Kreises Bautzen - erstmalig in der Geschichte ein Sorbe in diesem Amt
6. 1. 1946 - Gründung des Sorbischen Lehrerbildungsinstitutes im ehemaligen Schloss in Radibor (wurde 1952 nach Kleinwelka und 1959 nach Bautzen verlegt)
23. 4. 1946 - Erstes Nachkriegstreffen sorbischer Studenten in Radibor, Eröffnung mit Gedenkveranstaltung für den 1943 im KZ Dachau ermordeten Alois Andricki
29. 9. 1946 - Sorbentreffen in Radibor - organisiert von der Leitung der "Sorbischen Jugend" - Abschluss der Aktionen der Arbeitsbrigaden der sorbischen Jugend
8. 9. 1947 - Gründung der Sorbischen Oberschule in Bautzen (jetzt Sorbisches Gymnasium)
1. 6. 1950 - Eröffnung des 1. sorbischen Kindergartens "Jan Radyserb-Wjela" in Bautzen
8. - 10. 7. 1950 - Sorbentreffen in Bautzen - etwa 150.000 Teilnehmer aus der ganzen Lausitz, Ehrengast Wilhelm Pieck
August 1953 - Eröffnung der Sorbischen Sprachschule in Milkel
19. 5. 1954 - Sorbentreffen in Radibor
7. - 8. 7. 1956 - 2. großes Sorbentreffen in Bautzen
8. 7. 1956 - Einweihung des neuen Hauses der Sorben
September 1956 - 1. Heidefest in Commerau bei Klix, dieses Kulturfest der Regionalverein "J. A. Smoler" wird danach bis 1990 alljährlich im September organisiert
22. - 26. 6. 1966 - 1. Festival der sorbischen Kultur in Bautzen; weitere 6 folgten bis 1989
3. 9. 1991 - Festveranstaltung zum 70. Jahrestag der Gründung des Regionalverbandes "J. A. Smoler" im Sorbischen Museum
6. - 8. 9. 1991 - Kulturfest des RV "J. A. Smoler" in Radibor
10. - 12. 6. 1994 - Kulturfest des RV "J.A.Smoler" in Radibor
12. - 14. 9. 1997 - Sorbische Kulturtage des RV in Neschwitz
  - Nach 1997 wurden keine eigenen Kulturtage mehr durchgeführt.
Kulturelle Aktivitäten des Regionalverbandes sind seitdem bis zum heutigen Tag in kulturelle Höhepunkte des Bundes , wie beispielsweise das Internationale Folklorefestival "Lausitz", sowie regionaler und Heimatverbände wie die Naturmärkte in Wartha, eingebunden.

K stawiznam župy "Jan Arnošt Smoler"

21. 7. 1921 - Załoženje župow we Wojerecach, nimo druhich tež župa "Jan Arnošt Smoler" W slědowacym času załoži so cyły rjad dalšich serbskich towarstwow
17. 8. 1923 - Prěni koncert Zwjazka serbskich spěwarskich towarstwow w Budyšinje
1923 - Załoženje Zwjazka serbskich tworjacych wuměłcow na iniciatiwu Měrćina Nowaka-Njechorńskeho
1924 - Serbski spěwny koncert w Njeswačidle
15. 6. 1926 - Domowinski zlět w Bukecach (4.000 wobdźělnikow ze 37 towarstwow)
20. 2. 1927 - Hłowna zhromadźizna Domowiny w Njeswačidle, Jakub Šewčik nowy předsyda Domowiny
27. 7. 1927 - Domowinski zlět w Radworju (5.000 wobdźělnikow z 48 towarstwow)
2. 7. 1928 - Zjězd Domowiny w Budestecach, Předstaji so prěni raz hra "Lubin a Sprjewja" wot Józefa Nowaka
Měrc 1930 - Hłowna zhromadźizna Domowiny, Jan Křižan, farar w Klukšu, nowy předsyda Domowiny
1933 - 1936 - Reorganizacija Domowiny - přerjadowanje wjesnych towarstwow do Domowinskich skupinow
27. 12. 1933 - Hłowna zhromadźizna Domowiny, Pawoł Nedo, wučer z Kotec, nowy předsyda Domowiny
18. 3. 1937 - Zakaz wšeje dźěławosće Domowiny a jej přisłušacych towarstwow
10. 5. 1945 - Znowazałoženje Domowiny w Chrósćicach
25. 5. 1945 - Pomjenowanje dr. Jana Cyža za krajneho radu Budyskeho wokrjesa, z tym je k prěnjemu razej Serb w tutym zastojnstwje
6. 1. 1946 - Załoženje Serbskeho wučerskeho wustawa w bywšim Radworskim hrodźe (1952 do Małeho Wjelkowa a 1959 do Budyšina přepołoženy)
23. 4. 1946 - Prěnje powójnske zetkanje serbskich studentow w Radworju - zahaji so z wopomnjećom na Alojsa Andrickeho, kiž w Dachauskim KZ 1943 zahiny
29. 9. 1946 - Zlět Serbow w Radworju - organizowany wot wjednistwa "Serbskeje młodźiny" - zakónčenje akcijow młodźinskich brigadow
8. 9. 1947 - Załoženje Serbskeje wyšeje šule Budyšin (nětk: Serbski gymnazij Budyšin)
1. 6. 1950 - Załoženje prěnjeje serbskeje pěstowarnje "Jan Radyserb-Wjela" w Budyšinje
8. - 10. 7. 1950 - Zjězd Serbow w Budyšinje - něhdźe 150.000 wobdźělnikow z cyłeje Łužicy, Wilhelm Pieck čestny hósć
awgust 1953 - Wotewrjenje Serbskeje rěčneje šule w Minakale
19. 5. 1954 - Zlět Serbow w Radworju
7. - 8. 7. 1956 - 2. wulki Zjězd Serbow w Budyšinje
8. 7. 1956 - Poswjećenje Serbskeho domu w Budyšinje
september 1956 - 1. holanski swjedźeń w Komorowje, tutón swjedźeń župy so potom hač do 1990 kóžde lěto w septembrje wotmě
22. - 26. 6. 1966 - 1. festiwal serbskeje kultury w Budyšinje; 6 dalšich centralnych festiwalow přewjedźe so hač do 1989 w Budyšinje.
3. 9. 1991 - Swjedźenske zarjadowanje k 70. róčnicy załoženja župy w žurli Serbskeho muzeja
6. - 8. 9. 1991 - Župny serbski swjedźeń w Radworju
10. - 12. 6. 1994 - Kulturny swjedźeń w Radworju
12. - 14. 9. 1997

- Serbske kulturne dny župy w Njeswačidle

  Po 1997 njeje župa hižo žane samostatne kulturne dny přewjedła.
Kulturne aktiwity župy zarjaduja so hač do dźensnišeho do wjerškow zwjazka, kaž Mjezynarodny folklorny festiwal Łužica, abo do regionalnych a domizniskich swjedźenjow kaž na přikład wiki přirody w Stróži.



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Županojo, župance / Vorsitzende des Kreisverbanes "Jan Arnošt Smoler"

1921 - 1933 - Pawoł Krječmar (1898 - 1979) z Budyšina
1945 - 1949 - Korla Wirt (1900 - 1981) z Cokowa pola Hodźija
1949 - 1951 - Pawoł Nowotny z Budyšina (*1912)
1951 - 1952 - Herman Šudak (1900 - 1976) z Komorowa pola Rakec
1952 - 1962 - Gusta Haža (1895 - 1982) z Pomorc
1962 - 1966 - Alfred Krupaŕ (1908 - 1970) z Krakec
1966 - 1974 - Bjarnat Zarjeńk (*1913) z Časec
1974 - 1982 - Erich Křižan (1931- 2000) z Rodec pola Bukec
1982 - 1990 - dr. Helmut Faska (*1932) z Komorowa pola Rakec
1990 - 1991 - Hilža Nukowa (*1941) z Budyšina
1991 - 1993 - žadyn župan (jenož župny jednaćel)
1993 - 1995 - Bjarnat Nowak (*1925)z Budyšina
1995 - 1997 - dr. Hilža Elina (*1954) z Rachlowa pod Čornobohom
1997 - 2003 - Měrćin Škoda (*1932) z Hodźija
2003 - 2005 - Hilža Nukowa (*1941) z Budyšina
2005 - 2007 - žadyn župan, za to štyrjo rěčnicy předsydstwa
2007 - 2009 - Měrćin Škoda (1932 - 2010) z Hodźija
z lěta 2009 - Jana Pětrowa (*1965) z Lemišowa

Kontaktadresse

Župa "Jan Arnošt Smoler" Budyšin
Regionalverband der Domowina Bautzen
Regionalny běrow/ Regionalbüro

Vorsitzender des Regionalverbandes: Jana Pětrowa
Regionalsprecherin der Domowina: dr. Hilža Elina

Postplatz 2/Póstowe naměsto 2
02625 Bautzen/Budyšin
Telefon 03591-550211
Telefax 03591-42408
E-Mail: h.elina-domowina@sorben.com
Internet: www.domowina.de

Wobrazowe galerije

Ekskursija župy do Rudnych horin 26.9.2009

Župna kermuša 2009 w Budyšinje