Stejišća a wozjewjenja | Standpunkte & Veröffentlichungen | Discussion

23.04.2008

Persönliche Erklärung des Vorsitzenden des Rates für sorbische (wendische) Angelegenheiten zur Beratung am 22.04.2008 (als PDF)

10.04.2008 dr. Pìt¹ ©urman: K wóznamoju Serbskeje kazni z lìta 1948 (P¶ednosk na wurìdnem posej¼enju Zwìzkowego p¶edsedarstwa, dnja 12. mìrca 2008, w Budy¹ynje)
09.04.2008

"Kompetenzanalyse: Minderheiten als Standortfaktor in der deutsch-dänischen Grenzregion"

27.3.2008

Narìè pøedsydy Domowiny Jana Nuka dnja 18.03.2008 w Budy¹inje sk³adnostnje spominanja na schwalenje prìnjeho Zakonja k zachowanju prawow serbskeje ludnosæe

14.3.2008

Podpěraja/unterstützen das Memorandum:

EUROLANG: Sorbs in Germany appeal to be able to "continue to exist"

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (PDF)

Ewangelska cyrkej Berlin-Braniborska-šleska Hornja Łužica (PDF)

6.3.2008
6.3.2008 MEMORANDUM
pour demander que le peuple sorabe puisse continuer a exister en République Fédérale d'Allemagne
6.3.2008 MEMORANDUM
w sprawie dalszej egzystencji narodu serbo³u¿yckiego
w Republice Federalnej Niemiec
6.3.2008 MEMORANDUM
concerning the future survival of the Sorbian people in the Federal Republic of Germany
6.3.2008 MEMORANDUM
k dal¹í existenci lu¾ickosrbského národa v Nìmecké spolkové republice
6.3.2008 MEMORANDUM
k dal¹ej eksistency serbskeho luda w Zwjazkowej republice Nìmskej
6.3.2008 MEMORANDUM
k dal¹ej eksistency serbskego luda w Zwìzkowej republice Nimska
6.3.2008 MEMORANDUM
zur weiteren Existenz des sorbischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland
9.1.2008 Offener Brief:
Und wieder wird den Sorben der schwarze Peter zugeschoben
8.1.2008 Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje
nowolětneho přijeća dnja 8.1.2008 w Slepom
9./10.11.2007 Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje
100. róènicy za³o¾enja Spoleènost pøátel Lu¾ice w Praze
08.11.2007 Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje swjed¼enskeho zarjadowanja
15-lìtneho wobstaæa ©ule za delnjoserbsku rìè a kulturu dnja 08.11.2007 w Choæebuzu
26.10.2007 Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje
50 lìt Ko³o serbskich hud¼bnikow
26.07.2007 Gemeinsame Erklärung der Domowina und Vattenfall -
Aus Verantwortung für die sorbische Bevölkerung in den Bergbauregionen der Lausitz
26.07.2007 Zhromadne wozjewjenje Domowiny a Vattenfall -
Ze zamo³witosæe za serbsku ludnosæ w hórnistwowych kónèinach £u¾icy
26.07.2007 Zgromadne wózjawjenje Domowiny a Vattenfall -
Ze zagronitosæi za serbsku ludnosæ w górnistwowych stronach £u¾yce
20.06.2007 Schreiben des Präsidenten der FUEV anlässlich des 60. Geburtstages des Vorsitzenden der Domowina, Jan Nuck (als pdf-Datei)
16.05.2007 Narìè pøedsydy Domowiny, Jana Nuka, na 10. wopomnjenskim dnju za wotbagrowane serbske wsy dnja 09. junija 2007 za wjes Bukojnu w Koblicach
16.04.2007 Narìè pøedsydy Domowiny, Jana Nuka, na swjatoènosæi sk³adnostnje 160. róènicy za³o¾enja Maæicy Serbskeje dnja 14.04.2007 w Budy¹inje
06/2006 Dokumentacija konferency k hospodarsko-socialnemu połoženju serbskeho ludu "Serbska rěč w hospodarstwje" 28.6.2006 w Budyšinje
13.04.2007 Kartowy material "Demografiske wuwiće w župach Hornjeje a Delnjeje Łužicy"/
Kartenmaterial "Demografische Daten Kreisverbände der Domowina in der Ober- und Niederlausitz"
25.04.2006 Gedanken zur Zukunft des Kirchspiels Schleife

 

Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje nowolětneho přijeća 2008
dnja 8.1.2008 w Slepom

8.1.2008

Èesæeni hosæo,

sehr geehrte Damen und Herren, zum Neujahrsempfang des Vorsitzenden der Domowina heute hier im Sorbischen Kulturzentrum Schleife begrüße ich Sie alle sehr herzlich.
Ich freue mich besonders, dass meiner Einladung das Mitglied des Deutschen Bundestages Herr Steffen Reiche gefolgt ist herzlich willkommen, Herr Reiche¸
ich begrüße herzlich die Mitglieder des Landtages Brandenburg, Frau Wöllert und Herrn Dr. Hoffmann,
Herrn Staatssekretär Dr. Komusiewicz vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg,
den Vorsitzenden Kreistages des Landkreises Spree-Neiße, Herrn Dr. Michael Haidan - wutrobnje witajæe k nam,
ich freue mich, die Landräte Frau Kockert (Landkreis Kamenz), Herrn Lange ( Niederschlesischer Oberlausitzkreises) und Herrn Michael Harig (Landkreis Bautzen) begrüßen zu können,
ein herzliches Willkommen gilt Herrn Hascha, Bürgermeister unserer gastgebenden Gemeinde Schleife, und seinem Stellvertreter Herrn Nickel, zugleich Ortsvorsteher in Rohne, und allen anwesenden Dezernenten und Amtsdirektoren,
In unserer Mitte begrüße ich Herrn Prof. Dr. Dähnert und Herrn Bayer als Vertreter des Energiekonzerns Vattenfall,
des Weiteren begrüße ich die Vertreter der Presse, die unsere Arbeit regelmäßig begleiten und denen wir auch heute gern für Gespräche zur Verfügung stehen,
witam wutrobnje pøesydow a è³onow Serbskeju Radow w Sakskej a Braniborskej, ich begrüße herzlich die Vorsitzenden und Mitglieder der Räte für sorbische Angelegenheiten in Sachsen und Brandenburg,
Witam w¹ìch è³onow za³o¾boweje rady z knjeni Leñku Theurichowej na èole - ich begrüße alle Mitglieder des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk mit ihrer Vorsitzenden Helene Theurig an der Spitze,
Witam w¹ìch nawodow serbskich institucijow - ich begrüße alle Leiter der sorbischen Institutionen aus Cottbus und Bautzen,
Witam w¹ìch è³onow zwjazkoweho pøedsydstwa Domowiny ka¾ te¾ pøedsydow a zastupjerjow è³onskich towarstwow Domowiny.

Èesæeni hosæo, sehr geehrte Damen und Herren, wir haben für den Empfang dieses Jahr bewusst Schleife ausgewählt, ist doch diese Region in der mittleren Lausitz eine Bastion in unseren Bemühungen um die Pflege der sorbischen Sprache und Kultur in der eigentümlichen Ausprägung des Schleifer Kirchspiels.

Wutrobnje Was w¹itkich witam na nowolìtne pøijeæe tu do Serbskeho Kulturneho centruma Slepo. Serbske Nowiny pisachu we wudaæu z dnja 08.11.1996 sk³adnostnje wotewrjenja tutoho domu sæìhowace: "Slepjanska wosada je najmjeñ¹i a najswojorazni¹i folklorny region Serbow. Do njeho s³u¹a 7 wsow - Rowno, Trjebin, Mi³oraz, Mu³kecy, Brìzowka, D¼ìwin a Slepo. Star¹i lud¼o rìèa hi¹æe swoju rjenje klinèacu Slepjansku narìè. 100 ¾onow chod¼i w¹ìdnje bursce a z tym w swojej pisanej narodnej drasæe. M³odych lud¼i wuhlada¹ w njej na swjed¼enjach a pøi pìstowanju domjaceje serbskeje kultury, w folklornym a ¹ulskim ansamblu ka¾ te¾ pøi hajenju na³o¾kow." Zo tomu te¾ d¼ensa hi¹æe tak je, wo tym sym so pøeswìdæi³ na rjanym konceræe Slepjanskeho folklorneho ansambla tule na mìstnje w decembru za¹³eho lìta.

Na¹e d¼ensni¹e nowolìtne pøijeæe pøedsydy Domowiny je wuraz toho, zo sebi wjednistwo Domowiny tutón Wa¹ narodny zapal wysoko èesæi.

Ich habe diese Region um Schleife kennengelernt, als meine Schwester in den sechziger Jahren im Kindergarten in Rohne ihre Arbeit aufgenommen und später hier ihre Familie gegründet hat. Meine Mutter - selbst Trägerin der katholischen Tracht - hat sich mit der Schwiegermutter meiner Schwester, die die Schleifer Tracht getragen hat, wunderbar und ausschließlich in sorbischer Sprache unterhalten, obwohl sie ihren Schleifer Dialekt gesprochen hat. Das war für mich als heranwachsenden Jugendlichen ein prägendes Erlebnis.

Leider haben damals sehr viele Eltern hier um Schleife infolge der Industrialisierung durch die Braunkohlenenergiewirtschaft und das einhergehende zunehmende deutschsprachige Umfeld die sorbische Muttersprache nicht an ihre Kinder weitergegeben. Doch die Kultur und die Bräuche leben weiter durch viele engagierte Menschen, die ich heute nicht alle mit Namen aufzählen kann, da ich sonst vielleicht diesen oder jenen vergessen würde. Dennoch danke ich allen, die ständig das sorbische Erbe und die sorbischen Wurzeln dieser sieben Dörfer um Schleife im Bewusstsein der Bürger wach halten.

Die Erfolge um die Revitalisierung der sorbischen Sprache im Kindesalter sind vielversprechend und hoffentlich von nachhaltiger Kontinuität. Allerdings sollten wir uns schon die Frage stellen, warum nur im Kindergarten Rohne die Immersionsmethode angewendet wird. Wenn es denn so ist, dass Mehrsprachigkeit im Kindesalter den Intellekt der Kinder fördert, weshalb wird diese Methode dann nicht auch in den Kindergärten in Schleife, Trebendorf, Groß-Düben und Halbendorf angewendet? Liegt es an mangelnder Überzeugungsarbeit oder ist die Wertschätzung gegenüber der sorbischen Sprache doch noch nicht in allen Köpfen präsent?

Ich hege die große Hoffnung, dass in naher Zukunft - und ich hoffe, dass ich das noch erleben darf - in allen Kindergärten um Schleife das WITAJ-Projekt Einzug hält und dass alle Kinder nach der 2plus-Konzeption sowohl in der Grundschule als auch in der Mittelschule zur aktiven sorbisch-deutschen Zweisprachigkeit geführt werden. Ein solches stabiles Schulsystem würde die Revitalisierung der Sprache mit Sicherheit ermöglichen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten.

Ich kann in meiner Neujahresansprache nicht umhin, auch auf die drohende Abbaggerung der Dörfer um Schleife einzugehen. Die Domowina ist nach wie vor der Überzeugung - und die geschichtliche Erfahrung bestätigt dies - dass die Abbaggerung sorbischer Dörfer die sorbische Substanz stark beeinträchtigt und lehnt sie daher ab.

Nun stehen wir gerade in letzter Zeit in der Kritik, dass wir mit Vattenfall eine gemeinsame Erklärung zu unserer Beziehung abgegeben haben. Diese Gespräche sind jedoch durch Beschlüsse der Hauptversammlung der Domowina gedeckt. Dennoch unterstellen uns die Kritiker, wir würden uns von Vattenfall kaufen lassen. Ich stehe für die Überzeugung, dass sich die Politik der Domowina danach ausrichten muss, wie sie der sorbischen Sache am besten dient.

Mit einer Blockadehaltung lässt sich heute die Abbaggerung der sorbischen Dörfer nicht mehr verhindern, das hat uns auch die Geschichte gelehrt. Nur im Dialog mit dem Konzern Vattenfall selbst können wir den Umsiedlungsprozess intensiv begleiten und damit den Schaden an sorbischen Belangen so gering wie möglich halten. Durch Projektarbeit, die von Vattenfall finanziell unterstützt wird, sollten Initiativen zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur verstärkt organisiert werden. Die Gelder von Vattenfall sind kein Schweigegeld, sondern aus meiner Sicht Entschädigungsleistungen für das, was durch die Abbaggerung an Verlusten in Sprache und Kultur erduldet werden muss. Es darf keine Verschlechterung unserer nationalen Situation in dieser Region geben.

Sehr verehrte Anwesende, das 4. Quartal des vergangenen Jahres war geprägt von der Sorge um die notwendigen finanziellen Mittel für die Stiftung für das sorbische Volk. Vergangene Woche geisterte durch die Medien die Forderung einiger Politiker, infolge der boomenden Wirtschaft sollte den Arbeitnehmern ein erheblicher Lohnzuwachs zugestanden werden. Die Angestellten sorbischer Institutionen sind dabei sicherlich nicht gemeint. Jede Institution muss infolge fehlender finanzieller Mittel 5,5 % an Personalkosten einsparen, entweder durch Personalkürzungen oder durch Lohnverzicht. In jedem Fall geht es um die Leistungsfähigkeit oder sogar um die Existenz unikater sorbischer Einrichtungen. Der Grund für die gegenwärtige Misere liegt in Kompetenzrangeleien zwischen dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen, die auf dem Rücken der Sorben ausgetragen werden. Makaber ist dieses Spiel, und man kann nur hoffen, dass sich doch noch vernünftige Leute finden, die die gegenwärtige Situation zu einer von allen Beteiligten akzeptablen Lösung führen.

Wer sich heute die Sächsische Zeitung angesehen hat, dem schlägt gleich auf der ersten Seite eine supergroße Schlagzeile mit folgendem Wortlaut ins Gesicht:

"Sorbenstiftung scharf kritisiert". Abgesehen vor der eigentümlichen Wortschöpfung "Sorbenstiftung" habe ich in dem umfangreichen Interview mit Wissenschaftsministerin Frau Dr. Eva-Maria Stange nach den so hart klingenden kritischen Bemerkungen gesucht. Zum größten Teil werden darin Dresdner Kultureinrichtungen und das Kulturraumgesetz thematisiert. Irgendwo weit hinten erschien dann der Standpunkt der Wissenschaftsministerin - die Stiftung für das sorbische Volk hatte die Fusion von SNE und Deutsch-Sorbischem Volkstheater in die Tat umsetzen sollen, um Geld einzusparen. Abgesehen davon, dass diese Bemerkung nicht stimmt, kann ich nur feststellen: solch eine skandalträchtige Überschrift mit so wenig Begründung im eigentlichen Interview ist nicht zufällig entstanden. Vielmehr entsteht der Eindruck, hier sollen die sorbischen Gremien bewusst diskreditiert werden. Ich frage nur: verbirgt sich dahinter eine Strategie oder sind es nur Ausgüsse eines voreingenommenen Journalisten? Frau Dr. Stange kann ich nur entgegnen, dass nicht die Sorben, sondern der Bund und die Länder ihre Hausaufgaben erledigen sollen, wie es vom Bundesrechnungshof gefordert wird. Dazu sind schnellstens die Zuständigkeiten zu klären, und das ist weiß Gott nicht Sache der Sorben.

Möge das Jahr 2008 ein gutes Jahr werden in unserer Arbeit für die sorbische Sache. Ich hoffe sehr, dass hier rund um Schleife, trotz der komplizierten und vielfältigen Probleme, die Emotionen nicht eskalieren und dass alle, die sich für die Pflege der sorbischen Sprache und Kultur engagieren, weiterhin Erfolge erzielen können.

Ich danke allen anwesenden Journalisten für die meist objektiv Berichterstattung - wutrobny d¼ak te¾ Wam serbskim ¾urnalistam serbskich medijow.

Allen Anwesenden wünsche ich Gesundheit und Schaffenskraft und Gottes Segen in guten und in schlechten Tagen.

W¹itko najlìp¹e do noweho lìta, wosebje wuspìchi w narodnym d¼ìle.

Wutrobny d¼ak.

 

 

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Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje
50. lět Koło serbskich hudźbnikow

26. 10. 2007

Èesæena knjeni ministerka - sehr geehrte Frau Ministerin Lange!
Dowolæe mi, zo d¼ensa najprjedy mìstopøedsydu Zwjazka serbskich wumì³cow postrowju - potajkim èesæeny knje¾e Kobjela, luby Detlefo,
èesæeny pøedsyda Benedikto Dyrlicho, èesæeni è³onojo ZSW,
wa¾eni a lubi hosæo z bliska a daloka!

50 lìt je husto wjac haè po³ è³owjeèeho ¾iwjenja - a nimale tak do³ho je Detlef Kobjela z è³onom Ko³a serbskich hud¼bnikow. Pøi za³o¾enju pøed 50 lìtami bì¹e jemu 13 lìt a sym pøeswìdæeny, zo je so wón tehdom hi¾o ze serbskej muziku zabìra³, zo je serbske spìwy z h³owy spìwaæ móh³ a zo je snano hi¾o te¾ prìnje swoje spìwèki na notowu papjeru napisa³. Njemylu-li, je wón mjez tym najstar¹i è³on tuteho wumì³skeho æelesa. (Hdy¾-li je star¹i è³on tule mjez nami, toho pro¹u zo by stany³ resp. so pokaza³.) Nimale dwaj lìtd¼esatkaj je Detlef Kobjela skutkowanje Ko³a serbskich hud¼bnikow sobu postaja³, z tym zo d¼ì³a¹e we nim jako wìdomostny sekretar.

Poprawom móhli te¾ hi¾o 112. róènicu za³o¾enja hud¼bneho wotrjada Maæicy Serbskeje woswjeæiæ, kotry¾ je so 1895 za³o¾i³, a po 1945 d¼ì³a¹e te¾ hud¼bny wotrjad Domowiny pod nawodom Jurja Winarja, ale skromni ka¾ smy, woswjeæimy lìtsa 50-æiny.

Gerc zagrajo,
tawzynt ból za¾yjo.

Tak praji serbske pøis³owo. To pokaza te¾ na wjacoru funkciju hud¼by, mjenujcy te¾ na strowotnu. A ka¾ è³owjek, je te¾ ko³o hud¼bnikow do¾iwi³o dobre a rjane, njerjane a ¹patne èasy. Potom njejsu na¹i hud¼bnicy zadwìlowali, ale sej zaspìwali a zahud¼ili.

Znate je, zo mìjachu serbscy muzikanæa w dawnym èasu w Lubnjowje jónu pøeæiwo wulkemu njewjedru zahud¼iæ. Wukónc njeje znaty, njewìmy, ¹tó bì¹e sylni¹i.
Podawk pak je pøik³ad za wulku dowìru, kotru¾ su na¹i prjedownicy do hud¼by, do muziki - samo njewjedru napøeæo - mìli.

Pøeju hud¼bnikam, muzikantam, hud¼bnym wuèerjam, spìwarjam, dirigentam, kantoram a wìzo komponistam, hud¼bnym redaktoram a dramaturgam krutu dowìru do pøichoda, wjele mocy, dobre ideje a wìzo te¾ stajnje wjele zajimowaneho publikuma.

Wjele z na¹ich è³onow spìwa a hud¼i w lajskich skupinach a su z è³onom ZSW - a jako tajcy pøejemy Wam wjac haè dal¹ich 50 lìt Wa¹ich - lìkowanskeho - bohateho tworiæelskeho skutkowanja we £u¾icy.

W pøeswìdčenju, zo je byw¹e Ko³o serbskich hud¼bnikow w Zwjazku serbskich wumì³cow derje zamìstnjene, wuprajam k d¼ensni¹emu jublilejej 50 róènicy za³o¾enja, Wam moje najwutrobni¹e zbo¾opøeæa!

W mjenje Zwjazkoweho pøedsydstwa Domowiny
Jan Nuk, pøedsyda

 

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Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje
100. róènicy za³o¾enja Spoleènost pøátel Lu¾ice w Praze

9./10.11.2007

Èesæeny pøedsyda Hanu¹o Härtlo ,
èesæene è³onki a èesæeni è³onojo Spoleènosæe pøátel Lu¾ice,
èesæeny byw¹i pøedsyda prof. Leo¹e ©atava,
wa¾eni hosæo, lubi èìscy pøeæeljo,

Je mi wulka èesæ Wam, lubi pøeæeljo, na tutym dnju sk³adnostnje
100. róènicy za³o¾enja Spoleènost pøátel Lu¾ice nanajwutrobni¹o gratulowaæ.

Zo pøepro¹enju na d¼ensni¹e zarjadowanje sæìhuju, je w¹ak za mnje nimale s³u¾bna nale¾nosæ, w¹ako je Spoleènost pøátel Lu¾ice z asociìrowanym towarstwom Domowiny a tak sæe Wy z asociìrowanych towarstwow - po kilometrach, rìèi a wutrobje - najbli¹e, cyle po serbskim prajidmje: do Prahi je bli¾e haè do Berlina. Z tym pak njewotpraju Berlinskim pøeæelam na¹u sympatiju.

Mó¾emy zwìsæiæ, zo je Spoleènost pøátel Lu¾ice najs³awni¹e a pøez lìtstotk najaktiwni¹e towarstwo pøeæelow Serbow. Ze za³o¾enjom Serbskeho seminara 1727 w Praze a z tym, zo zaæahnychu serbscy m³odostni ze serbskich wsow do èìskeje stolicy, zahajichu so zdobom lìtstotki trajace wzajomne styki mjez èìskimi a serbskimi wosobinami a skupinami. Potajkim mamy lìtsa dal¹i jubilejny datum, mjenujcy 280. róènicu za³o¾enja Lu¾ickeho seminaøe/Serbskeho seminara w Praze.

Wjele mamy so d¼akowaæ wuznamnym mu¾am ka¾ "patriarchej" Jósefej Dobrovskemu, wuèerjam na¹ich chowancow, kotøi¾ jich w s³owjanskim duchu kub³achu - Martin Hattala, Vaclav Hanka a Franti¹ek Doucha, ale te¾ Jan Neruda, Jan Máchal a Ludvík Kuba wuèenc P. Josef ©afaøík. Wo w¹otowarstwowe ¾iwjenje starachu so swìru wuèenc Adolf Èerny - kotry¾ SPL ze swojim mjenom kmótøe¹e - a po nim Antonín Frinta. Ze za³o¾enjom prìnjeje ÈSR rozkæì d¼ì³awosæ SPL a to d¼akowano Josefa Paty a Vladimíra Zme¹kala. Prof. Pata, jako wuznamny znajer stawiznow, kultury a rìèe Serbow je wón wo nas propagowa³ a wjele publikowa³, zdobom sta so z prìnim docentom sorabistiki. Bohu¾el sta¹taj so bratraj Josef a Franti¹ek Pata z woporom nìmskeje fa¹istiskeje okupacije, to bì¹e te¾ za Serbow a S³owjanow wulka pora¾ka.

Z d¼ì³om Josefa Paty pokroèowa¹e Zme¹kal, z pøedno¹kami, redigowanjom èasopisow a knihow a z organizowanjom zajìzdow wud¼er¾owa¹e stajny kontakt do £u¾icy. Po Èernymu pomjenowa so jako druhi "èestny konsul Serbow".

Dr. Zdenìk Bohaè je so jako pøedsyda SPL mnoho njelochkich lìt wuspì¹nje wo serbske ¾iwjenje w Praze a dobre kontakty do £u¾icy prócowa³ a wostanje nam njezapomnity. Do tuteje generacije s³u¹eja te¾ mjena ka¾ prof. Jan Petr a - zo njebych jeno¾ mu¾e pomjenowa³ - chcu spomniæ na njesprócniwe d¼ì³o Miloslavy Lorencoveje, lawreatki Myta Domowiny a spisowaæelki Bohumile ©retrovej.

Jednoho è³ona SPL chcu hi¹æe naspomniæ, a to Jøija Mudru, lawreata Myta Domowiny. Nic jeno¾, zo je jako gymnazialny wuèer generacije ¹ulerjow ze Serbami zeznajomni³ a jich za £u¾icu zahori³, ale znajemy jeho jako pøe³o¾owarja a nic na kóncu jako iniciatora znowa-za³o¾eneho Èìskolu¾ickeho Vìstnika lìta 1991.

Pøedsydstwu a w¹itkim horliwym a pilnym è³onam Spoleènost pøátel Lu¾ice - wosebje tule zhromad¼enej m³ód¹ej generaciji - wupraju na d¼ensni¹im dnju wutrobnu gratulaciju a pøipóznaæe a wosebity d¼ak. Wa¹e prócowanja a skutki zapisaja so dale do zajimaweje knihi "Na¹e styky s Lu¾icí" (z lìta 1934).

Ze swojej gratulaciju a d¼akom chcu zwjazaæ swoje pøeæe, zo by so Serbski seminar w Praze bórze sta³ zaso z duchowno-kulturnym centrumom Serbow a zo by so Hórnikowa knihownja zaso do domu nawróæi³a.
Jako zastupjer "Benjamina s³owjanskich ludow" - ka¾ je prezident T. G. Masaryk serbski lud jónu pomjenowa³ - d¼akuju so Wam a nad¼ijam so do pøichoda dale dobreho a spomó¾neho d¼ì³a mjez Domowinu a Spoleènost pøátel Lu¾ice!

W mjenje Zwjazkoweho pøedsydstwa Domowiny
Jan Nuk, pøedsyda

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Narìè pøedsydy Domowiny sk³adnostnje swjed¼enskeho zarjadowanja
15-lìtneho wobstaæa ©ule za delnjoserbsku rìè a kulturu dnja 08.11.2007 w Choæebuzu

12.11.2007

Sehr geehrte Frau Dr. Münch, sehr geehrte Frau Kircheis, sehr geehrter Herr Dr. Hoffmann, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Szymanski, sehr geehrter Herr Landrat Friese und Herr Dr. Haydan,
szanowni Pañstwo - szanowny panie Fiedorowicz, szanowny panie Golema, panie prof. Jamro¼ek, sehr geehrte Frau Weihrauch,
cesæona knìni Elikowska-Winklerowa,
sehr geehrte Gäste, cesæone gósæi,

wjaselim se wjelgin, a¾ smìjom ¼insa z Wami 15-lìtne wobsta¶e ©ule za dolnoserbsku rìc a kulturu wóswì¶i¶.

Vielen Dank für die Einladung nach Cottbus. Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Ihnen das 15-jährige Bestehen der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur feiern und Ihnen die herzlichsten Glückwünsche des Bundesvorstandes der Domowina überbringen zu können. Den Erhalt unserer Muttersprache, zu dem auch diese Schule wesentlich beiträgt, und die Sicherung der anderen sorbischen Schulen halte ich für eine entscheidende Frage, wenn es darum geht, unserer Sprache und Identität eine Zukunft zu geben. Umso angenehmer ist es heute für mich, hier die Erfolgsgeschichte unserer heutigen Gastgeberin zu sehen.

Wuwucowanje dolnoserbskeje rìcy jo centralny nadawk ¼insaj¹neje gósæowarki. Rowno zajmcam ze srjej¼neje generacije pósrìdnjujo Ludowa wusoka ¹ula swóje s³u¾by a wupo³nujo tak liche mìstno mjazy Witaj-¼i¶imi a wucabnikami a wótkub³arjami ako celowyma kupkoma ¼ì³owego mìstna za kub³añske wuwi¶e (ABC) a Rìcnego centruma Witaj. Kak p¶eli¹ wjelika pótrìbnosæ jo, se nam wuwìdobnijo, ga¾ na to myslimy, a¾ pó woblicenjach wìdomnostnikow jano hy¹æi nì¼i 7.000 do 10.000 lu¼i dolnoserbski powìda. Z tym s³u¹a dolnoserb¹æina k wogrozonym rìcam. Nam se póstajatej jano dwì alternatiwje, jolic a¾ comy tomu zadora¶: pak se pók³onimy tym wobstojnosæam a se z teju situaciju wótnamakajomy, pak w¹e na¹e mócy zjadnoæimy a se do ¼ì³a dajomy. Ja som za tu drugu alternatiwu.

Das Niedersorbische gehört heute mit ca. 10.000 Sprechern zu den bedrohten Sprachen. Unserem Volk bieten sich hier nur zwei Alternativen: entweder wir finden uns mit der Situation ab, oder wir bündeln unsere Kräfte, um diese verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen und allen Generationen - sowohl den Kindern als auch der mittleren Generation - unsere Muttersprache zu vermitteln. Hier in Cottbus sind mit der Arbeitsstelle Bildungsentwicklung, dem WITAJ-Sprachzentrum und der Niedersorbischen Sprachschule gute Voraussetzungen vorhanden, um die unterschiedlichen Zielgruppen zu erreichen. Möge dies auch in Zukunft so bleiben -wir brauchen sie alle.

Dabei befinden wir uns in guter Gesellschaft mit anderen nationalen Minderheiten. Auch die Friesen in Schleswig-Holstein bieten Sprachkurse für Erwachsene in Zusammenarbeit mit den örtlichen Volkshochschulen sowie in Kooperation mit den lokalen bzw. regionalen Vereinen an. Um die Qualität - und damit auch die Attraktivität dieser Ausbildung - zu erhöhen, erarbeitet das Nordfriisk Institut in Bredtstedt gegenwärtig entsprechendes Unterrichtsmaterial. Eine ihrer wichtigsten Vereinigungen, das Friisk Foriining, organisiert außerdem Herbsthochschulen und Sprachreisen für Erwachsene.

Auch für den Dänischen Sprachverein bilden Sprachkurse für Erwachsene in Dänisch den absoluten Schwerpunkt: sie machen 75 % aller Angebote aus. Sie finden in den dänischen Einrichtungen in Schleswig-Holstein statt, vor allem in Schulen, Freizeit- oder Vereinshäusern. Auch alle anderen Kurse, wie Sport, Computer oder kreatives Gestalten, werden in Dänisch durchgeführt, wobei auch deutsche Interessenten willkommen sind. Die Finanzierung erfolgt über Teilnehmerbeiträge, öffentliche Zuschüsse von Kommunen sowie Zuschüsse von Dänemark.

Wie sieht die Situation der Sorben/Wenden in der Niederlausitz heute aus? Betrachten wir sie etwas näher, stellen wir fest, dass sowohl die Diskriminierung durch verschiedene Regierungen als auch die über den Gartenzaun in den vergangenen Jahrzehnten so tiefe Wunden geschlagen haben, dass sie bis heute nachwirken. Wir sehen einerseits, dass die Altersgrenze der sorbischen Sprecher immer weiter steigt. Andererseits haben innerhalb kürzester Zeit, fast von einer Generation zur anderen, viele Eltern ihre Muttersprache nicht an ihre Kinder weitergereicht.

Die Wertschätzung gegenüber der sorbischen Sprache wieder herzustellen ist die schwierigste, aber wichtigste Aufgabe der Gegenwart. Wir sehen aber auch die positiven Keimzellen der WITAJ-Bewegung, die etwas heranwachsen lassen, was uns hoffnungsvoll stimmt. Wir hoffen, dass es in Anlehnung an die christliche Auferstehung eine Auferstehung der sorbischen Niederlausitz gibt. Viele Sorben/Wenden, aber auch deutsche Mitbürger erkennen bereits die Bereicherung der Zwei- und Mehrsprachigkeit, viele erkennen die wissenschaftlich bewiesenen positiven Einflüsse der Mehrsprachigkeit auf den Intellekt der Kinder, viele erkennen die eigenen Wurzeln im Sorbentum und nutzen die von den Sorben organisierten und vom Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus sowie der Stiftung für das sorbische Volk geförderten sorbischen Bildungsangebote.

Ich habe die Vision, dass es auch in der Niederlausitz gelingt, ein Netz von WITAJ-Kindergärten aufzubauen, ein Netz von Schulen, die auf der WITAJ-Bewegung aufbauen und ich träume davon, dass jedes Kind, das das Niedersorbische Gymnasium verlässt, die niedersorbische Sprache in Wort und Schrift beherrscht.

Dazu brauchen wir viele Menschen, die an dieser Vision mitbauen. Frau Maria Elikowska-Winklerowa ist eine von denen, deren persönlichem Engagement wir sehr viel zu verdanken haben. Die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur ist eine stabile Säule der Erwachsenenqualifizierung auf sorbischem Gebiet geworden. Sie widmet sich nicht nur der Spracherziehung, sie bietet Kurse auf vielen Gebieten

der sorbischen Kultur, Volkskunst und Folklore an und erfüllt damit auch eine wichtige soziale Funktion. Nur ein Beispiel sei von mir genannt, welches unter dem Begriff "Pojsynoga" bekannt ist. Pojsy heißt unterwegs im Dorf und noga heißt Füße - also mit den Füßen durch das Dorf, um in kleinen Gemeinschaften die niedersorbische Sprache zu sprechen. Ich denke, dass ist nicht nur eine spezifisch sorbische, sondern zutiefst soziale Aktivität.

Mein Dank gilt deshalb heute vor allem Maria Elikowska-Winklerowa. ¬ìkujom se Tebje, luba Maria, za Twój 15- (pì¶nasæolìtny) anga¾ement ako organizatorka a wjednica ©ule za dolnoserbsku rìc a kulturu.

Ich danke aber auch allen Erziehern, Lehrern, Wissenschaftlern und vielen anderen Helfern, die ihr zur Seite standen und stehen. Nicht zuletzt danke ich den Geldgebern, dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus sowie der Stiftung für das sorbische Volk und allen sonstigen projektbezogenen Geldgern sowie den Politikern, die diese Schule ideell unterstützt haben.

Luba Maria, bu¼ sebje wìdobna, az teke Serby w drugich serbskich zastojnstwach Dolneje £u¾yce sebje Twójo ¼ì³o wjelgin cesæe. Da¶ zabjerjo to, co¾ nas zwìzujo, stawnje prìdne mìstno a da¶ se nam ra¼i diference w dowìrnych rozgronach wótpóra¶. Tak mó¾omy na¹ej zgromadnej wìcy nej¾lìpjej s³u¾y¶. By Tebje, luba Maria, rad p¹awje malsnje zasej w rìdach Domowiny wuwita³.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wünsche der Niedersorbischen Sprachschule weiterhin viel Kraft, Erfolg und alles Gute. In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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Gemeinsame Erklärung der Domowina und Vattenfall -
Aus Verantwortung für die sorbische Bevölkerung in den Bergbauregionen der Lausitz

26.7.2007

Präambel

Seit vielen Jahrzehnten wird in der Lausitz, in traditionell sorbischem Siedlungsgebiet, Braunkohle gefördert. Dies hat in der Vergangenheit zu gravierenden Veränderungen der Siedlungsstruktur und der Landschaft geführt.

Die Sicherung der Wirtschaftskraft und der Energieversorgung der Region basieren vorrangig auf dem einheimischen Rohstoff Braunkohle. Auch in der Zukunft wird deshalb die Braunkohlegewinnung in der Lausitz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor bleiben. Die Gewinnung der Kohle in Tagebauen führt zwangsläufig zu Veränderungen der Lebensverhältnisse der in der Region lebenden Menschen.

Nach 1990 wurde der Sozialverträglichkeit aller Maßnahmen im Zusammenhang mit der Rohstoffgewinnung, die die Lebensverhältnisse der Menschen anbelangten, besonderes Augenmerk gewidmet. Den Verantwortlichen der Vattenfall Europe Mining AG war und ist es besonders wichtig, dabei auch die Belange der sorbischen Bevölkerung zu berücksichtigen. Der Erhalt der sorbischen Sprache, der sorbischen Bräuche und Traditionen liegt im ausdrücklichen Interesse des Bergbauunternehmens.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es bei den unterschiedlichen Interessenlagen eines Bergbauunternehmens und der regionalen Bevölkerung zu Situationen kommt, in denen beide Seiten konstruktive Lösungen finden müssen.

Sowohl die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen als auch die Vertreter der sorbischen Bevölkerung sollen aktiv in die Lösungssuche eingebunden werden.

Deshalb wünscht die Vattenfall Europe Mining AG eine konstruktive Zusammenarbeit mit der DOMOWINA und möchte die vorhandene Basis des vertrauensvollen Miteinander weiter ausbauen.

Die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen wird auf dem Fundament gegenseitigen Verständnisses, des Respekts vor der Position der anderen Seite und der Bereitschaft aufeinander zuzugehen gelingen.

Die staatlichen Stellen des Freistaates Sachsen sind weiterhin aufmerksame Begleiter der Entwicklungsprozesse in der Lausitz, um mit Sorgfalt und Augenmaß die wirtschaftlichen Interessen der Energieversorgung mit dem Anspruch der Bewahrung von Lebensraum und Traditionen in Einklang zu bringen.

Ziele und Arbeitsschwerpunkte der Zusammenarbeit - Hauptziel ist die Unterstützung der sorbischen Bevölkerung zur Entwicklung und Wahrung ihrer sozialen und ethnischen Identität sowie die Folgen der Bergbautätigkeit in ihrem angestammten Siedlungsgebiet ausgleichen zu helfen.

•  Sorbische Sprache
Die Pflege der sorbischen Sprachkultur ist unverzichtbar zur Stärkung und Sicherung sorbischen Lebens und der sorbischen Kultur.
Es sollten Projekte unterstützt werden, die der Revitalisierung der sorbischen Sprache dienen wie das Witaj-Projekt in Kindertagesstätten oder das 2plus-Konzept an Grund- und Mittelschulen sowie gymnasiale Konzepte.
Auch zusätzlich die Bereitstellung von Lehr-, Unterrichts-, und Ausbildungsmitteln in sorbischer Sprache für Schulen und Vereine ist förderfähig.
Weiterhin sollten kulturelle Projekte gefördert werden, die sich der Pflege der sorbischen Sprache verschrieben haben.

•  Förderung von Wirtschaft und Tourismus
Eine dauerhafte Lebensperspektive für die sorbische Bevölkerung ist in der Bergbauregion an das Vorhandensein von Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen gebunden.
Projekte, die wirtschaftliche Aktivitäten zum Inhalt haben oder die dem Ausbau des Tourismus im sorbischen Siedlungsgebiet dienen, sollten gefördert werden.
Dabei ist Projekten der Vorzug zu geben, die an sorbische Traditionen anknüpfen und die ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen im sorbischen Siedlungsgebiet Rechnung tragen.
Zugleich ist mit der Antragstellung nachzuweisen, wie durch das Projekt die sorbische Sprache gefördert wird.

•  Medien in sorbischer Sprache
Die Medien in sorbischer Sprache tragen maßgeblich zur Stärkung der Lebenskraft der sorbischen Sprache und Kultur bei.
Medien, die den Bedürfnissen nach sorbischsprachiger Sachinformation, Sprachvermittlung, Berichten über sorbisches Leben und sorbische Kultur Rechnung tragen, können gefördert werden. Dazu gehören Print-Medien wie auch Projekte in Rundfunk und Fernsehen, die der Identitätswahrung und der Verbreitung des kulturellen Gutes der Sorben dienen.

•  Gelebte Kultur- und Traditionspflege
Eine zentrale Aufgabe der Bewahrung und Entwicklung der sorbischen Kultur ist die Förderung der Basiskultur, die oft von sorbischen Kulturvereinen getragen oder von der Bevölkerung unmittelbar gelebt wird.
Die Vielfalt der sorbischen Brauchtumspflege sollte unterstützt und in gezielten Projekten gefördert werden.
Das Sorbische Kulturzentrum hat dabei eine besondere Bedeutung und sollte in seiner Unterstützung für Vereine und Gruppen aktiv gefördert werden.
Weiterhin gilt besondere Projekten der Jugend- und Sportarbeit speziell im Freizeitbereich die Aufmerksamkeit.
Besonders förderwürdig sind Projekte, die hinsichtlich der Revitalisierung der sorbischen Sprache die größten Effekte erwarten lassen.

•  Professionelle Kunst
Neben der Pflege des Brauchtums und den Aktivitäten der künstlerischen Laien leistet die professionelle Kunst einen besonderen Beitrag zur Verbreitung sorbischen Gedankengutes.
In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater und dem Sorbischen National-Ensemble können Projekte gefördert werden, die eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit erreichen. Der Laien- und Nachwuchsförderung ist dabei besonderes Augenmerk zu widmen.
Weitere Projekte des Kultur- und Kunstschaffens sollten in Kooperation mit anderen Fördereinrichtungen gezielt vorangebracht werden.

•  Dokumentation
Bild- und Tonmaterial, vergegenständlichte Erinnerung u.a. kann in Archiven, Bibliotheken, Museen und Heimatstuben einen Beitrag zur Wahrung und Entwicklung der ethnischen Identität der Sorben leisten.
Die qualifizierte Entwicklung, Sammlung, Anschaffung, Restauration und Bewahrung von Elementen der sorbischen Kultur; Literatur und des sorbischen Lebens sollte deshalb unterstützt werden.
Auch die Bewahrung von Baudenkmalen im Rahmen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege können im Focus der Aufmerksamkeit bei der Förderung erhaltenswerter sorbischer Güter stehen.
Besondere Aufmerksamkeit sollte den jährlichen Gedenktagen für sorbische Dörfer gewidmet werden, die dem Bergbau weichen mussten.

Die Konzentration auf langfristig wirksame, integrierende Projekte mit hoher Außenwirkung kann sicherstellen, dass die sorbischen Belange in der Region zielgerichtet gesichert werden.

Zielstellung ist es, bis zum Oktober 2007 durch DOMOWINA und Vattenfall Europe Mining die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erarbeiten.

 

 

 

 

Zgromadne wózjawjenje -
Ze zagronitosæi za serbsku ludnosæ w górnistwowych stronach £u¾yce

26.7.2007

Preambla

Ju¾o wjele lìt¼asetkow wudobywa se we £u¾ycy, w starodawnem serbskem sedleñskem rumje, brunica. To jo w zaj¼onosæi d³ymoke zmìny sedleñskeje struktury a krajiny zawinowa³o.

Zawìsæenje góspodarskeje mócy a zastaranja z energiju w regionje bazìrujo p¶edew¹ym na domacnej surowiznje brunice. Teke w p¶icho¼e zwóstanjo wudobywanje brunice stakim wa¾ny góspodarski faktor we £u¾ycy. Wudobywanje wugla w brunicowych jamach wunjaso - lìc comy abo nic - zmìnu ¾ywjeñskich pomìrow lu¼i, kótare¾ su w regionje ¾ywe.

Pó 1990 jo se wósebnje na socialnu znjasliwosæ w¹yknych nap¹awow w zwisku z wudobywanim surowiznow, kótare¾ ¾ywjeñske pomìry lu¼i nastupaju, glìda³o. Zagronitym Vattenfall Europe Mining AG jo by³o a jo wósebnje wa¾nje, a¾ se p¶i tom na nastupnosæi serbskeje ludnosæi ¼iwa. Na zachowanju serbskeje rìcy, na³ogow a tradicijow ma górnistwowe p¶edewze¶e wurazny zajm.

Njedajo se wobej¶, a¾ su p¶i rozd¼ìlnych zajmach takego górnistwowego p¶edewze¶a a regionalneje ludnosæi situacije, w kótarych¾ dejtej wobej boka konstruktiwne rozwìzanja namaka¶.

Pótrjefjone wobydlarje a wobydlarki, komuny ka¾ teke zastupniki serbskeje ludnosæi maju se aktiwnje do pytanja rozwìzanjow zap¶ìgnu¶.

Togodla ¾ycy se Vattenfall Europe Mining AG konstruktiwne zgromadne ¼ì³o z Domowinu a co nìntej¹nu bazu dowìry a zgromadnosæi dalej wutwari¶.

P¶ichodne wupominanja budu se na fundamen¶e mjazsobnego rozmì¶a, respekta p¶ed poziciju drugego boka a zwólniwosæi, drugemu se p¶ibli¾y¶, ra¼i¶.

Statne zastojnstwa Lichotnego stata Sakska budu teke w p¶icho¼e rozglìdniwe p¶ewó¼arje wuwi¶owego procesa we £u¾ycy, aby se dokradnje a wobglìdnje góspodarske zajmy zastararjow z energiju zwìzali ze zamìrom, ¾ywjeñski rum a tradicije zachowa¶.

Zamìry a ¼ì³owe ¶ì¾y¹æa kooperacije - g³owny zamìr stej pódpìranje serbskeje ludnosæi p¶i wuwijanju a zachowanju jeje socialneje a etniskeje identity ka¾ teke pomoc p¶i wurownanju slìdow górnistwa w jeje starodawnem sedleñskem rumje

2. Serbska rìc

Woplìwanja serbskeje rìcneje kultury njamó¾omy se za sk¹u¶enje a zawìsæenje serbskego ¾ywjenja a serbskeje kultury zby¶.

Pódpìrowa¶ maju se projekty, kótare¾ s³u¾e rewitalizaciji serb¹æiny, ka¾ projekt WITAJ w ¼i¶ownjach abo koncept 2plus na zak³adnych a srjej¼nych ¹ulach ka¾ teke gymnazialne koncepty.

Teke p¶idatne pórucenje wuceñskich, wucbnych a wukub³añskich materialijow w serb¹æinje za ¹ule a towaristwa by deja³o se spìchowa¶.

Dalej by mìli se kulturne projekty spìchowa¶, kótarych¾ zamìr jo woplìwanje serbskeje rìcy.

2. Spìchowanje góspodarstwa a turizma

Trajna ¾ywjeñska perspektiwa za serbsku ludnosæ w górnistwowem regionje zwisujo z góspodarskeju mócu a pórucenim ¼ì³owych mìstnow. Projekty, ken¾ wop¶imjeju góspodarske aktiwity abo s³u¾e wutwarjenju turizma w serbskem sedleñskem rumje, by mìli se spìchowa¶.

P¶i tom ma se priorita projektam da¶, kótare¾ nawìzuju na serbske tradicije a ken¾ wótpowìduju ekologiskemu a d³ujkodobnje statkujucemu wobgóspodarjenju p¶irodnych resorsow w serbskem sedleñskem rumje.

P¶i zapóda¶u p¹osby ma se tejerownosæi dopokaza¶, na kaki part se z projektom serbska rìc spìchujo.

3. Medije w serb¹æinje

Medije w serb¹æinje p¶inosuju rozsudnje k zmócnjenju ¾ywjeñskeje mócy serbskeje rìcy a kultury. Medije, kótare¾ spokoje pótrjebu za serbskorìcneju wìcneju informaciju, pósrìdnjenim rìcy, rozp¹awnistwom wó serbskem ¾ywjenju a wó serbskej kulturje, gó¼e se spìchowa¶. K tomu s³u¹aju printmedije ka¾ teke projekty w rozg³osu a telewiziji, kótare¾ zachowanju identity a roz¹yrjenju kultury Serbow s³u¾e.

4. ®ywe woplìwanje kultury a tradicijow

Centralny nadawk zachowanja a wujiwanja serbskeje kultury jo spìchowanje kultury na bazy, kótarej¾ se cesto dosæ serbske kulturne towaristwa p¶iwobro¶iju abo kótara¾ jo njepósrìdnje w ludnosæi ¾ywa.

Wjelerakosæ woplìwanja serbskich na³ogow by mì³a se pódpìrowa¶ a w zamìrnych projektach spìchowa¶.

Serbski kulturnym centrum ma how wósebny wuznam a by mì³ se, co¾ nastupa jogo pódpìru, kótaru¾ towaristwam a kupkam dawa, aktiwnje spìchowa¶.

Dalej ma se wósebnje projektam m³o¼inskego ¼ì³a a sporta specielnje we wólnem casu p¶iwobro¶i¶.

Wósebnje gó¼e se spìchowa¶ projekty, p¶i kótarych¾ mó¾o se, co¾ nastupa rewitalizaciju serb¹æiny, z nejwìt¹ym wuspìchom licy¶.

5. Profesionalne wumì³stwo

Mimo woplìwanja na³ogow a aktiwitow wumì³cow-lajkow p¶inosujo profesionalne wumì³stwo we wósebnej mìrje k roz¹yrjenju serbskich idejow a myslenja. W zgromadnem ¼ìle z Nimsko-Serbskim ludowym ¼iwad³om a Serbskim ludowym ansamblom gó¼e se projekty spìchowa¶, kótare¾ doj¶piju wjeliki zjawny zajm. P¶i tom ma se wósebnje na spìchowanje lajkow a dorosta ¼iwa¶.

Dal¹ne projekty kulturnego a wumì³skego twórjenja by mìli se w kooperaciji z drugimi spìchowañskimi institucijami zamìrnje rozwija¶.

6. Dokumentacija

Wobrazowy a zukowy material, dopomnjeñki a dal¹ne mógu w archiwach, bibliotekach, muzejach a domowniskich ¶pach k zachowanju a wuwijanju etniskeje identity Serbow p¶inosowa¶.

Stakim by mìli se kwalificìrowane wuwijanje, zbìranje, wobstaranje, restawrìrowanje a zachowanje elementow serbskeje kultury, literatury a serbskego ¾ywjenja pódpìrowa¶.

Teke na zachowanje twarskich pomnikow we wob³uku pomniko¹æita a na wótwardowanje pomnikow mó¾o se p¶i spìchowanju zachowanja serbskich gódnotow glìda¶.

Wósebnje glìda¶ by mì³o se ku¾de lìto na wopomnjeñski ¼eñ za serbske jsy, kótare¾ su se górnistwa dla wótbagrowali.

Koncentracija na d³ujkodobnje statkujuce, integrìrujuce projekty z wjelikeju statkownosæu do zjawnosæi mó¾o zawìsæi¶, a¾ se serbske nastupnosæi w regionje zamìrnje zawìsæiju.

Zamìr jo, a¾ wu¼ì³ajotej DOMOWINA a Vattenfall Europe Mining do oktobra 2007 wótpowìdne ramikowe wumìnjenja.

 

 

 

Zhromadne wozjewjenje - Ze zamo³witosæe za serbsku ludnosæ w hórnistwowych kónèinach £u¾icy

26.7.2007

Preambla

Hi¾o mnohe lìtd¼esatki wudobywa so we £u¾icy, w starodawnym serbskim sydlenskim rumje, brunica. To je w zañd¼enosæi h³uboke zmìny sydlenskeje struktury a krajiny wuskutkowa³o.

Zaruèenje hospodarskeje mocy a zastaranja z energiju w regionje bazuje pøedew¹ìm na domjacej surowiznje brunicy. Te¾ w pøichod¼e zwostanje wudobywanje brunicy tu¾ wa¾ny hospodarski faktor we £u¾icy. Wudobywanje wuhla w brunicowych jamach wuskutkuje chcyjo nochcyjo zmìnu ¾iwjenskich pomìrow lud¼i, kotøi¾ su w regionje ¾iwi.

Po 1990 wìnowa¹e so socialnej znjesliwosæi w¹itkich naprawow w zwisku z dobywanjom surowiznow, kotre¾ ¾iwjenske pomìry lud¼i nastupachu, wosebita ked¼bnosæ. Zamo³witym Vattenfall Europe Mining AG bì¹e a bywa wosebje wa¾ne, zo so pøi tym na nale¾nosæe serbskeje ludnosæe d¼iwa. Na zachowanju serbskeje rìèe, na³o¾kow a tradicijow ma hórnistwowe pøedewzaæe wurazny zajim.

Je njewobeñd¼omne, zo dochad¼a pøi rozd¼ìlnych zajimach tajkeho hórnistwoweho pøedewzaæa a regionalneje ludnosæe k situacijam, w kotrych¾ dyrbitej wobì stronje konstruktiwne rozrisanja namakaæ.

Potrjecheni wobydlerjo a wobydlerki, komuny ka¾ te¾ zastupjerjo serbskeje ludnosæe maja so aktiwnje do pytanja rozrisanjow zapøijeæ.

Tohodla pøeje sej Vattenfall Europe Mining AG konstruktiwne zhromadne d¼ì³o z Domowinu a chce nìtèi¹u bazu dowìry a wzajomnosæe dale wutwariæ.

Pøichodne wu¾adanja budu so na fundamenæe wzajomneho zrozumjenja, respekta pøed poziciju tamneje strony a zwólniwosæe, druhemu so pøibli¾eæ, rad¼iæ.

Statne zarjadni¹æa Swobodneho stata Sakska budu te¾ w pøichod¼e ked¼bliwi pøewod¼erjo wuwiæoweho procesa we £u¾icy, zo bychu so dok³adnje a wobhladniwje hospodarske zajimy zastararjow z energiju wjazali z narokom, ¾iwjenski rum a tradicije zachowaæ.

Zamìry a d¼ì³owe æe¾i¹æa kooperacije - h³owny zamìr stej podpìra serbskeje ludnosæe pøi wuwiwanju a zachowanju jeje socialneje a etniskeje identity ka¾ te¾ pomoc pøi wurunanju sæìhow hórnistwa w jeje starodawnym sydlenskim rumje

2. Serbska rìè

Hajenje serbskeje rìèneje kultury je njeparujomne za skruæenje a zaruèenje serbskeho ¾iwjenja a serbskeje kultury.

Podpìrowaæ maja so projekty, kotre¾ s³u¾a rewitalizaciji serb¹æiny, ka¾ projekt WITAJ w pìstowarnjach abo koncept 2plus na zak³adnych a srjed¼nych ¹ulach ka¾ te¾ gymnazialne koncepty.

Te¾ pøidatne poskiæowanje wuèenskich, wuèbnych a wukub³anskich materialijow w serb¹æinje za ¹ule a towarstwa je spìchujomne.

Dale mìli so kulturne projekty spìchowaæ, kotrych¾ zamìr je hajenje serbskeje rìèe.

2. Spìchowanje hospodarstwa a turizma

Trajna ¾iwjenska perspektiwa za serbsku ludnosæ w hórnistwowym regionje zwisuje z hospodarskej mocu a poskitkom d¼ì³owych mìstnow. Projekty, wobsahowace hospodarske aktiwity abo s³u¾ace wutwarjenju turizma w serbskim sydlenskim rumje, mìli so spìchowaæ.

Pøi tym ma so priorita projektam daæ, kotre¾ nawjazuja na serbske tradicije a ki¾ wotpowìduja ekologiskemu a do³hodobnje skutkownemu wobhospodarjenju pøirodnych resursow w serbskim sydlenskim rumje.

Pøi zapodaæu próstwy ma so zdobom dopokazaæ, na kotre wa¹nje so z projektom serbska rìè spìchuje.

3. Medije w serb¹æinje

Medije w serb¹æinje pøino¹uja do rozsudneje mìry posylnjenju ¾iwjenskeje mocy serbskeje rìèe a kultury. Medije, kotre¾ spjelnjeja narok na potrjebu za serbskorìènej wìcnej informaciju, sposrìdkowanje rìèe, rozprawnistwo wo serbskim ¾iwjenju a wo serbskej kulturje, su spìchujomne. K tomu s³u¹eja printmedije ka¾ te¾ projekty w rozh³osu a telewiziji, kotre¾ zachowanju identity a ¹ìrjenju kultury Serbow s³u¾a.

4. ®iwe hajenje kultury a tradicijow

Centralny nadawk zachowanja a wuwiwanja serbskeje kultury je spìchowanje kultury na bazy, kotrej¾ so hustohdy serbske kulturne towarstwa wìnuja abo kotra¾ je bjezposrìdnje w ludnosæi ¾iwa.

Mnohotnosæ hajenja serbskich na³o¾kow mì³a so podpìrowaæ a w zamìrnych projektach spìchowaæ.

Serbski kulturnym centrum ma tule wosebity wuznam a mì³ so nastupajo swoju podpìru, kotru¾ towarstwam a skupinam skiæa, aktiwnje spìchowaæ.

Dale wìnuje so projektam m³od¼inskeho d¼ì³a a sporta specielnje we wólnoèasnym wob³uku wosebita ked¼bnosæ ked¼bnosæ.

Wosebje spìchujomne su projekty, pøi kotrych¾ mó¾e so nastupajo rewitalizaciju serb¹æiny z najwjet¹im wuskutkom lièiæ.

5. Profesionalne wumì³stwo

Nimo hajenja na³o¾kow a aktiwitow wumì³cow-lajkow pøino¹uje profesionalne wumì³stwo do wosebiteje mìry ¹ìrjenju serbskich idejow a myslenja. W zhromadnym d¼ìle z Nìmsko-Serbskim ludowym d¼iwad³om a Serbskim ludowym ansamblom hod¼a so projekty spìchowaæ, kotre¾ docpìwaja wulku zjawnu ked¼bnosæ. Pøi tym ma so wosebje na spìchowanje lajkow a dorosta d¼iwaæ.

Dal¹e projekty kulturneje a wumì³skeje tworiwosæe mìli so w kooperaciji z druhimi spìchowanskimi institucijemi zamìrnje rozwiwaæ.

6. Dokumentacija

Wobrazowy a zwukowy material, spøedmjetnjene dopomnjenki a dal¹e mó¾a w archiwach, bibliotekach, muzejach a domizniskich stwach zachowanju a wuwiwanju etniskeje identity Serbow pøino¹owaæ.

Tu¾ mìli so kwalifikowane wuwiwanje, zbìraæelstwo, wobstaranje, restawrowanje a zachowanje elementow serbskeje kultury, literatury a serbskeho ¾iwjenja podpìrowaæ.

Te¾ zachowanje twarskich pomnikow we wob³uku pomniko¹kita a hladanja pomnikow mó¾a w fokusu ked¼bnosæe pøi spìchowanju zachowanja hódnych serbskich kub³ow byæ.

Wosebita ked¼bnosæ mì³a so kó¾de lìto pomjatnemu dnjej za serbske wsy wìnowaæ, kotre¾ buchu hórnistwa dla wotbagrowane.

Koncentrowanje na do³hodobnje skutkowne, integrowace projekty z wulkim wuprud¼enjom do zjawnosæe mó¾e zawìsæiæ, zo so serbske nale¾nosæe w regionje zamìrnje zaruèa.

Zamìr je, zo wud¼ì³atej DOMOWINA a Vattenfall Europe Mining do oktobra 2007 wotpowìdne ramikowe wumìnjenja.

Staw 26.7.2007

 

 

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Narìè Narěč pøedsydy Domowiny, Jana Nuka, na 10. wopomnjenskim dnju za wotbagrowane serbske wsy dnja 09. junija 2007 za wjes Bukojnu w Koblicach

16.5.2007

Èesæeni pøitomni,

dowolæe mi pro¹u, zo so na spoèatku w maæernej rìèi na pøitomnych wobroæu, ki¾ na¹u rjanu serbsku rìè wobknje¾a.

Verehrte Anwesende,
erlauben Sie mir bitte, dass ich mich zu Beginn in meiner Muttersprache an die Anwesenden wende, die unsere schöne sorbische Sprache beherrschen. Danach setze ich meine Ausführungen in deutscher Sprache fort.

Witam Was, lubi Serbja z Delnjeje, srjed¼neje a Hornjeje £u¾icy do Koblic, hd¼e¾ chcemy hromad¼e wopomni¹æo za nìhdy ryzy serbsku, bursku a holansku wjes Bukojnu poswjeæiæ. Pøiwo³am wosebje Serbam holanskeje kónèiny srjed¼neje £u¾icy postrow ewangelskich Serbow, z kotrym¾ strowichu so te¾ hi¾o Serbja wotbagrowaneje Bukojny: "Pomhaj Bóh".
Tute rjane wopomni¹æo je nasta³o na iniciatiwu Domowiny a z pomocu a podpìru rjad partnerow na mìstnje. Wjeselu so nad rezultatom pilnych prócowanjow a pøeju sej, zo wjed¼e tutón d¼eñ k tomu, zo so prócuja domoródni we Wulkich ®d¼arach, Koblicach a druhd¼e hi¹æe wjace wo serbsku rìè a kulturu.

Verehrte Anwesende,
nachdem sich die Domowina im vergangenen Jahr mit ihrem Gedenktag der sehr emotionalen Eröffnung des Archivs für alle 82 in der Lausitz verschwundenen Dörfer gewidmet hat, wollen wir heute wieder einen Ort in den Mittelpunkt stellen. Es ist Buchwalde, sorbisch: Bukojna, dass vor nunmehr 75 Jahren von der Erdoberfläche verschwand. Die weggebaggerten Fluren dieses Ortes ruhen heute auf dem Grund des Knappensees, der ein Teil des Lausitzer Seenlandes ist.

Wir als Domowina verstehen den heutigen Tag nicht als ein jedes Jahr wiederkehrendes Ritual der bloßen Erinnerung an die Vergangenheit ohne Bezug auf Gegenwart und Zukunft, sondern als eine Veranstaltung, die uns aus der Rückschau dazu führen soll, den Wert sorbischer Sprache und Kultur als zu förderndes Gut zu erkennen und gemeinsam für deren Bewahrung zu wirken. Gerade anhand der abgebaggerten Dörfer wollen wir aber auch begreifbar machen, wie sorbisch die Heidedörfer unter der Kohle einmal wirklich waren. Und dies soll dann auch Mahnung genug sein, keine weiteren Substanzverluste zuzulassen.

Verehrte Anwesende,
die Gedenktage für abgebaggerte sorbische Dörfer gehen auf ein Ereignis vor nunmehr 10 Jahren zurück. Am 11. Juni 1997 wurde im Brandenburger Landtag die Auflösung der Gemeinde Horno, sorbisch: Rogow beschlossen. Die Domowina stand den Hornoern sowohl im Kampf gegen die Abbaggerung und für eine Umfahrung des Ortes als auch in den schweren Momenten der Umsiedlung bis zum Schluss zur Seite. Und sie tut das noch heute. Dies wurde uns auch beim Gedenktag des vergangenen Jahres durch den Ortsvorsteher von Horno, Herrn Siegert mit eindrucksvollen Worten bestätigt.

 

Aber eins wurde uns in diesem Prozess der rechtsstaatlichen, juristischen Auseinandersetzung bis hin zum Europäischen Gerichtshof ebenso unmissverständlich klargemacht: Unter den derzeitigen politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und landesplanerischen Rahmenbedingungen ist eine Aussicht auf Erfolg im Ringen gegen geplante bzw. genehmigte Abbaggerungen nicht gegeben. Und auch heute haben sich trotz aller Polemik in den Medien diese Bedingungen nicht geändert. Wir müssen uns diesen Realitäten wohl oder übel stellen.

Hier kommt die Ambivalenz und Janusköpfigkeit der Kohlegewinnung genauso zum Tragen wie schon damals in Buchwalde. Einerseits bringt die heimische Braunkohle Arbeit und Brot in die Lausitz, andererseits ist sie mit dem Verlust von Heimat, Umsiedlungen und der Zurückdrängung der sorbischen Sprache verbunden, wie wir sie gerade im Braunkohlenrevier der Mittellausitz schmerzlich erfahren mussten.

Doch lassen Sie mich zu Buchwalde zurückkehren. Dies war bis zur Entdeckung der Braunkohle ein Bauerndorf mit eindeutiger bzw. durchgehender sorbischer Prägung. Ich halte mich da an die Äußerungen des vorletzten Gemeindevorstehers, dem bekennenden evangelischen Sorben, Mitbegründer des "Wendischen Vereins für Großsärchen und Umgebung" und der Domowina, Awgust Lap¹tich. Er veröffentlichte am 5. März 1931 zum Schicksal von Buchwalde in der sorbischen Tageszeitung Serbske Nowiny den Artikel "Serbska wjes Bukojna za¹³a" und am 14. März 1931 die deutsche Entsprechung unter dem Titel "Das Wendendorf Buchwalde verschwunden." in den Hoyerswerdaer Nachrichten.

Hier schrieb er über die Zeit vor der Braunkohle: "Mit seiner Urbewohnerschaft, deren Sitten und Gebräuchen hatte Buchwalde den typischen Charakter eines Wendendorfes. Bis zum Jahre 1913 war keine Zunge vorhanden, welche nicht völlig die wendische Sprache beherrschte. So wurde auch in den Gemeindeversammlungen wendisch verhandelt und nur die Protokolle vorschriftgemäß in deutscher Sprache niedergeschrieben."

Hinzuzufügen wäre, dass hier als Sohn eines Schneiders der Verfasser der ältesten obersorbischen Grammatik, Pfarrer Georg Ludwig geboren wurde. Somit war ein Buchwalder Mitbegründer der obersorbischen Schriftsprache.

Buchwalde blieb bis 1910 ein idyllisches, beschauliches Dorf mit fleißigen sorbischen Bauern, die dem kargen Boden ihr tägliches Brot abtrotzten. Die Gemeindeverwaltung lag ausschließlich in den Händen von Bauern.

Dies alles änderte sich, als sich 1911 die Kunde über die Entdeckung der Braunkohle verbreitete und sofort der Ankauf der Grundstücke der Buchwalder Bauern durch die "Eintracht" AG begann. Die Kohleagenten gingen dabei nicht zimperlich vor, sondern arbeiteten mit Drohungen, um einen schnellen Verkauf der Flächen zu erreichen, wo 1913 dann der Tagebau I Wermnighoff aufgeschlossen wurde. Nachlesen kann man dies in dem sorbischen Buch von Jan Cy¾ "Za w¹ìdnym chlìbom", welches das Leben solcher Heidesorben wie Awgust Lap¹tich nachzeichnet. Dort steht auch, dass sich dieser lange gegen den Verkauf seines Hofes wehrte, weil er ihn gerade 1910 schön ausgebaut hatte.

Niemand wollte zur Anfangszeit des Tagebaus so recht glauben, dass eines Tages das ganze Dorf verschwinden müsse. Schon recht nicht, weil 1913 sogar noch eine neue Schule im Dorf gebaut wurde. Aber das Dorf änderte seinen Charakter, wurde zur Arbeitersiedlung, weil immer mehr Alteingesessene nach dem Verkauf ihrer Grundstücke umsiedelten und dann Bergarbeiter ihre Häuser bewohnten. Zuerst zogen viele Familien wie anderswo in die Ferne, aber auch unter dem Einfluss des sorbischen Vereins in Groß Särchen und der Domowina, entschlossen sich immer mehr zum Umsiedeln in benachbarte sorbische Dörfer, so als einer der letzten im Jahre 1925 auch Awgust Lap¹tich, welcher in Wartha, sorbisch: Stró¾a eine neue Heimat fand.

Er geht in dem Jahr, als Buchwalde einen paradoxen Aufschwung nimmt: Wasserleitung und Strom kommen, neuen Vereine entstehen, eine Feuerwehr wird geschaffen usw. Aber dies alles war nur wie das letzte Aufbäumen eines Todkranken. 1929 wurde das letzte Heimat- und zugleich sehr bittere Abschiedsfest begangen, "gefeiert" kann man wohl angesichts der vergossenen Tränen nicht dazu sagen.

Der Heimatverlust schmerzte sehr. Lap¹tich drückt dies so aus: "Dort, wo unlängst Buchwalder so sorgsam ihren Acker bearbeiteten und sich in ihrer wendischen Muttersprache freundlichst begrüßten, rattern und brausen jetzt Ungeheuer, deren Geräusche weit und breit zu hören sind. Die Sirenen heulen, als wenn ein tausendjähriger Freund und Genosse zum Tode verurteilt, hingerichtet würde."

Aber auch die Zurückdrängung der sorbischen Sprache durch die Industrialisierung setzte im Braunkohlenrevier schon damals mit aller Macht ein und wurde durch die Abbaggerung von sorbischen Dörfern und die Umsiedlung ohne den Versuch des Erhalts der Dorfgemeinschaft noch verschärft.

Der Untergang von Buchwalde wurde durch den letzten Gemeindevorsteher Ernst Müller amtlich dokumentiert, nachdem durch Staatsministerialbeschluss vom 29. November 1930 mit Wirkung vom 1. Januar 1931 die Gemeinde aufgelöst worden war. Er schreibt am 23. Januar 1931 in einem sachlichen, emotionslosen Amtsstil ins Protokollbuch der Gemeindeverwaltung: "Von der ehemals rein ländlichen Gemeinde Buchwalde mit 39 Wirtschaften mit rund früher 250 Einwohnern und später 427 Einwohnern stehen am heutigen Tage nur noch zwei Häuser, welche in Kürze gleichfalls abgebrochen werden."

Ganz anders liest sich das im Artikel von Lap¹tich: ""Wenn die letzte Mauer von Buchwalde stürzt und der letzte Obstbaum fällt und ich weiter nichts sehe, als die alles vernichtende schwarze Kohlengrube, dann will ich noch einmal hinsehen, mein Haupt entblößen, und der sterbenden Bukojna zurufen: Bo¾emje!"

Liebe Anwesende,
die neu geschaffene Erinnerungsstätte für Buchwalde am Ufer des Knappensees soll ein Ort des Verharrens, des Nach- und Gedenkens sein. Aber sie soll zusammen mit der heutigen Veranstaltung und der im Gemeindehaus dank einer Initiativgruppe aus Groß Särchner und Koblenzer Bürgern um Ortsvorsteher Kieschnick erstellten Ausstellung über Buchwalde auch einen Impuls zur noch stärkeren Beschäftigung mit der sorbischen Geschichte dieser Gegend geben. Zudem wäre es sehr schön, wenn die Rückbesinnung auf die sorbische Sprache auch hier ermöglicht werden könnte. Dazu möchten wir aufrufen, denn es handelt sich um ein wertvolles Gut, dass nicht verloren gehen darf.

Verehrte Anwesende,
bei der Gedenkveranstaltung für Scheibe am Scheibesee vor zwei Jahren sprach sich die Domowina dafür aus, das Vorrangebiet des Tagebaus Nochten nicht fortzuschreiben und andere Alternativen zu suchen.

Bereits vor 13 Jahren bei der Erarbeitung des Braunkohleplanes war die Domowina gegen die Festschreibung eines Vorranggebiets. Wir forderten dann 2006 im Zuge der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes für die Schleifer Region unter den Bedingungen des langfristigen Braunkohlebergbaus in Übereinstimmung mit der dortigen Bevölkerung Klarheit zum Vorrangebiet, weil die Entscheidung dazu noch um 10 bis 15 Jahre verschoben werden sollte. Nunmehr liegt das klare öffentliche Bekenntnis von Vattenfall dazu vor und es wird wohl bald zur dementsprechenden Fortschreibung des Braunkohleplanes kommen.

Die Domowina, das darf ich hier erklären ist nach wie vor gegen die Abbaggerung weiterer Dörfer des sorbischen Siedlungsgebietes. Zugleich haben wir immer und zuletzt auf unserer 13. Hauptversammlung in Wittichenau (Kulow) betont, dass wir keine Aktionen gegen den erklärten Willen der Mehrheit der einheimischen Bevölkerung durchführen werden. Wir werden erst aktiv, wenn wir um dementsprechende Hilfe gebeten werden.

 

Und die Situation ist hier anders als in Horno. Es gibt keine geschlossene Front der Bürger gegen die vorgesehene Inanspruchnahme des Vorranggebiets. Zudem sind sich leider auch die betroffenen Gemeinden nicht einig und verhandeln separat. Eine Gemeinde möchte sogar weit vor der Inanspruchnahme ihres Territoriums umgesiedelt werden. Wir können und werden den Betroffenen keinen Kampf gegen die drohende Abbaggerung aufzwingen, wenn sie ihn selbst nicht wollen

Zudem lehrt uns das Beispiel Horno, wie schon gesagt, dass ein juristisches Vorgehen gegen vorgesehene Abbaggerungen keinen Sinn macht und keine Aussicht auf Erfolg hat, wenn die herrschende Politik auf Bundes-, Landes- und Regionalebene keine Abkehr von der Braunkohle einleitet bzw. an ihr festhält. Eine solche Trendwende ist für uns in keiner Weise zu erkennen, auch wenn einige Oppositionspolitiker, die selbst nicht von Abbaggerung, Umsiedlung oder nahendem Tagebau betroffen sind, den Menschen etwas anderes suggerieren wollen.

Wunschdenken bezüglich des angeblichen Ausbleibens von Umsiedlungen hilft hier nicht weiter, verunsichert die Menschen noch mehr und behindert den Willen zu einer geschlossenen Umsiedlung.

Auch eine aggressive Pro- und Kontra - Kohle - Pressekampagne, die mit den Befindlichkeiten der Betroffenen ihr Spiel treibt sowie polarisierende Stimmungen anheizen kann, halten wir für wenig zweckdienlich.

 

Wir haben uns als Interessenvertreterin des sorbischen Volkes den realpolitischen Gegebenheiten zu stellen. Ein Konfrontationskurs bringt uns nicht weiter. Sollte es bei der geplanten Umsiedlung bleiben, dann wollen wir für eine kompakte Umsiedlung im Rahmen des sorbischen Siedlungsgebietes und der Schleifer Region werben sowie um bestmöglichste Rahmenbedingungen für die Weiterführung des WITAJ-Projekts zur Revitalisierung der sorbischen Sprache und für die Pflege sorbischer Kultur ringen.

Es hat auch nichts mit Käuflichkeit zu tun, wenn sorbische Projekte im Kohlerevier durch Gelder von Vattenfall unterstützt werden.

Wir betrachten dies als rechtmäßige Teilhabe am Gewinn aus der Kohle, die unter der Erde des sorbischen Siedlungsgebietes liegt, und als ein Stück Wiedergutmachung gegenüber den Sorben.

In diesem Sinne wird die Domowina auch weiterhin an der Seite der Sorben der Schleifer Region stehen, die sich unter den gegenwärtigen schwierigen Bedingungen für unsere sorbische Sprache und Kultur aktiv einsetzen. Mögen sie vor Ort selbst und ohne Druck von außen entscheiden, was wichtig und richtig für sie ist.

Grundsätzlich aber fordern wir von den Landespolitikern, dass mehr dafür getan wird, dass die nun schon fast 100 Jahre währende Abbaggerung sorbischer Dörfer ein Ende nimmt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wutrobny d¼ak!

Und wir sehen uns voraussichtlich am 13. Juni 2008 an einem noch auszuwählenden Ort zum nächsten Gedenktag wieder.

Bis dahin sage ich "Bo¾emje! Na strowe zasowid¼enje!"

 

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Narìè pøedsydy Domowiny, Jana Nuka, na swjatoènosæi sk³adnostnje 160. róènicy za³o¾enja Maæicy Serbskeje dnja 14.04.2007 w Budy¹inje

16.4.2007

Èesæeny bratøe Völkelo, èesæeny bratøe ©urmano,
lubi maæicarjo, èesæeni hosæo,

w¹itcy, kotøi¾ sæe d¼ensa pøez h³owny zachod do Serbskeho domu zastupili, sæe móhli èitaæ nasæìnowe napismo: "Bohu k èesæi, Serbam k wu¾itku". Sym jara wjeso³y, zo je so porad¼i³o, tute hes³o - ki¾ bì skerje program dy¾li pycha swislow stareho Serbskeho domu - p ø enjesæ do d¼ensni¹eho Serbskeho domu. Mam tute s³owa te¾ do pøichoda za p³aæiwe a smìrodajne a chcu to z nìkotrymi wuwjed¼enjemi

•  k d¼ensni¹emu po³o¾enju serbskeho luda,
•  k pomìrej mjez Maæicu Serbskej a Domowinu a
•  k mjezsobnym woèakowanjam

podk³asæ.

W 160-lìtnych stawiznach Maæicy Serbskeje, na¹eho najstar¹eho d¼ensa hi¹æe aktiwneho serbskeho towarstwa, ¹piheluje so d¼ìl stawiznow serbskeho luda. Tutón d¼ìl saha z doby narodneho wozrod¼enja haè do d¼ensni¹eho, hdy¾ smy w dotal njepøedstajomnej mìrje ¾adanjam towar¹nosæe za stajnje wjet¹ej mobilnosæu a fleksibelnosæu wustajeni. Wottwar d¼ì³owych mìstnow we £u¾icy nuzuje lud¼i, swoju domiznu wopu¹æiæ a pytaæ d¼ì³o w industrijowych centrach, w zapadnych krajach Nìmskeje abo we wukraju. Wìzo, nowa swoboda chowa za jednotliwca mnoho ¹ansow, wón mó¾e druhe wukub³anske a powo³anske puæe nastupiæ, wón mó¾e swìt, cuze ¾iwjenske wa¹nja a kultury zeznaæ.

Tamna stronka powabliweje medalje swobody je: Serbske wjesne cy³ki so drjebja, lièba m³odych swójbow dramatisce spaduje a serb¹æina so w zjawnosæi dale a bóle pozhubjuje. Mam to za najwjet¹e eksikstencielne wu¾adanje serbskeho luda w swojich wjac haè tysaclìtnych stawiznach. Mìli zhromadnje za wotmo³wami na tute wo na¹im pøichod¼e rozsud¼ace pra¹enja pytaæ.

Maæicu Serbsku wid¼u tu we wosebitej mìrje wu¾adanu, zjednoæa wona tola w swojich kruhach wulki d¼ìl serbskeje inteligency (wìdomostnikow, fararjow, wuèerjow a druhich) a z tym elity na¹eho luda.

Konserwatiwnosæ, kotra¾ je so Wa¹emu towarstwu hdys a hdys podtykowa³a, njeje
a priori negatiwna, ale kajkosæ, kotra¾ steji w prìnim rjed¼e za wuchowanje hódnotow. ©to to za na¹ lud rìka¹e, zwurazni Pawo³ Nedo, pøedsyda Domowiny a w powójnskich lìtach mìstopøedsyda Maæicy Serbskeje: towarstwo Maæicy Serbskeje bì "ze srjed¼i¹æom a motorom w¹eho duchowneho a kulturneho hibanja".

Maæicarjo a jeje pøedsyd¼a su pod w¹elakimi towar¹nostnymi pomìrami dopokazali, zo su zamóhli naroène wìdomostne d¼ì³o ze ¾adanjemi èasa splesæ. Myslu tu na pøìnjotny zamìr towarstwa, wudawanje knihow, ale te¾ na zabìru z pra¹enjemi serbskeho ¹ulstwa, archeologiske, stawizniske a dal¹e wìdomostne slìd¼enja, na postajenje smìrnicow za jednotny prawopis hornjoserb¹æiny ka¾ te¾ na publikaciju wìdomostnych wuslìdkow. Ma¶icarjo w Delnjej £u¾icy orientowachu na pøik³ad w lìæe 1945 na to, zo mìje¹tej so serbska kultura a rìè w Delnjej £u¾icy z pomocu wobsadniskeje mocy wo¾iwjeæ a Ma¶ica ¹ìr¹o jako zastupjerka wjelestronskich serbskich zajimow skutkowaæ.

Wjer¹k powójnskeho Maæièneho skutkowanja pak bì po³o¾enje zak³adneho kamjenja za na¹ d¼ensni¹i Serbski dom dnja 24. awgusta 1947, sto lìt po doza³o¾enju Maæicy Serbskeje. Völkel wo nim pisa: "Bì to pomjatny d¼eñ za serbski lud, kotry¾ bì symbolisce nìtko zhromadnje stupi³ do natwarneho, nad¼ijow po³neho èasa."

Druhdy pak dyrbjachu so wobstejnosæam k³oniæ, na pøik³ad, jako zhubi Maæica Serbska w lìæe 1949 swoju samostatnosæ. Zak³ad tworje¹e pøikaz z Berlina z titulom "Verordnung über die Überführung von Volkskunstgruppen und volksbildnerischen Vereinen in die bestehenden demokratischen Massenorganisationen" z dnja 12. januara 1949, z kotrym¾ zasahnychu rozsudne politiske mocy w sowjetskim wobsadniskim pasmje do nale¾nosæow towarstwow. Wuskutki su znate: Maæica Serbska pøirjadowa so Domowinje a tworje¹e z æasami jeje wìdomostny wotrjad. Wìdomostne slìd¼enje wo serbskej rìèi, stawiznach a kulturje pøewza w lìæe 1951 za³o¾eny institut za serbski ludospyt, mjeztym zo ma wudawanje serbskich knihow z lìta 1958 h³ownje Ludowe nak³adnistwo Domwina na starosæi.

Nadrobnosæe tutych procesow, ki¾ zd¼ìla paralelnje bì¾achu abo so prìkowachu, su wìdomostnicy w za¹³ych lìtach pøepytowali a wopisali, na pøik³ad dr. Mìræin Völkel, dr. Pìt¹ ©urman, dr. Siegmund Musiat a dr. Anett Brìzanec. Dowolæe pro¹u, zo so tohodla koncentruju na nìkotre nadawki na¹eho èasa, kotre¾ wurostu z na¹eje zhromadneje zamo³witosæe za pøichod na¹eho luda.

  1. Nic hakle z dnja 31. mìrca tutoho lìta, jako wobzamkny 13. h³owna zhromad¼izna Domowiny nowe d¼ì³owe smìrnicy, steji na³o¾owanje serbskeje rìèe na prìnim mìstnje na¹ich prócowanjow. Drje najkonsekwentni¹o ze w¹ìch Domowinje pøis³u¹acych ¾upow a towarstwow ked¼buje Maæica Serbska/Ma¶ica Serbska na na³o¾owanje serb¹æiny, haj, jeje wobknje¾enje je z wumìnjenjom so staæ z è³onom towarstwa.
  2. Kodifikacija a normowanje serbskeju spisowneju rìèow je zak³ad za dok³adnosæ a z tym te¾ nahladnosæ na¹eje maæer¹æiny. Maæica Serbska je po towar¹nostnej zmìnje znowa pøewza³a tutón wa¾ny nadawk. Jako no¹erka hornjoserbskeje a delnjoserbskeje rìèneje komisije je wona - cituju Helmuta Fasku - "woprawnjena institucija, rozsudy rìèneje komisije jako za serbsku rìènu komunikaciju zawjazace legitomowaæ". Za to s³u¹a jeje è³onam d¼ak a pøipóznaæe.
  3. Z konferencami a kolokwijemi, kotre¾ Maæica Serbska po 1991 organizowa³a a na wysokim wìdomostnym niwowje pøewjed³a, je so jej porad¼i³o, nic jeno¾ wumìnu mjez tu- a wukrajnymi wìdomostnikami hajiæ, ale te¾ k wysokej nahladnosæi sorabistiki w tu- a wukraju pøino¹owaæ. Tak stejachu wosobiny serbskeho ¾iwjenja ka¾ Micha³ Hórnik abo biskop £usèanski w srjed¼i¹æu, ale te¾ wukrajni spìchowarjo Serbow ka¾ Adolf Èerny abo Ludvík Kuba. Wuzbìhnyæ maja so stawizniske konferency k w¹elakim èasowym dobam a specifiskim temam, kotre¾ zmó¾njachu nutøkoserbski diskurs wosebje wo na¹ich m³ód¹ich stawiznach. Woni namakachu wulki zajim nic jeno¾ mjez è³onami Maæicy, ale te¾ druhimi zajimcami ze w¹ìch generacijow.
  4. Wìda wo na¹ich stawiznach a nazhonjenjach prjedownikow twori zak³ad na¹eje nad¼ije do pøichoda. Domowina ma wulke woèakowanja na swoje wìdomostne towarstwo, zo bychu so jeho è³onojo aktiwnje na strategiskej diskusiji wo wusmìrjenju Domowiny do pøichoda wobd¼ìlili a dale spu¹æomnje hromad¼e d¼ì³ali - "Bohu k èesæi, Serbam k wu¾itku".
D¼akuju so Wam za Wa¹e wobstajne, spomo¾ne d¼ì³o na dobro serbskeho luda.

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Kartowy material (aktualizowany)

13.4.2006

Předležace karty so z přećelnej dowolnosću firmy empirica z modeloweho projekta "Wužiwać šansy přichoda" wužiwaja (hlej www.zukunft-oberlausitz-niederschlesien.de). Kartowy material je so přiměrił, tak zo je serbski sydlenski rum wuzběhnjeny a po Domowinskich župach teritorialnje rozrjadowany. Prěni króć so předstaji na informaciskim zarjadowanju 2.5.2006 we wobłuku h. mj. projekta na temu "Demografiske wuwiće Hornjeje Łužicy".
Daty su so te¾ za Delnju £u¾icu zd¼ì³ali a pøedstajichu so we wob³uku konferency "Serbska rìè w hospodarstwje" 28. 6. 2006 w Serbskim domje w Budy¹inje.
Jednotliwe tabely pokazuja na pøik³ad wuwiæe wobydlerstwa po 1990, lièby porodow 2000 a 2004 abo poskitki d¼ì³owych mìstnow atd.
Tak je za zajimca móžne, sej župno-regionalizowany přehlad stworić.

LINK Kartowy material/Kartenmaterial (pdf)

Marko Kowar

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"Gott schuf die Lausitz und der Teufel legte die Kohle hinein" -
meine Gedanken zur Zukunft des Kirchspiels Schleife

25.04.2006

"Dies ist einer der Gedanken, denen ich am liebsten nachhänge: Du bist Sorbe und gehörst deiner Nation. Du bist ihr schuldig, für sie zu arbeiten, ihr deine Kräfte zu widmen."

"In den sorbischen Karpfenteich muß ein Hecht gesetzt werden, der Leben in das brackige Wasser bringt. Diese Müdigkeit, dieser Schlaf muß aus den Augen gerissen, Tempo, Beweglichkeit und Wendigkeit, rührige Tätigkeit müssen ausgelöst werden. Die hüllenden Tücher, die das Volk vor dem scharfen Wind schützen, gehören weggerissen, damit ein neuer, frischer Luftzug alles durchwehen, bis auf die Knochen durchblasen kann. Der sorbische Baum muß durchgeschüttelt werden, mögen auch die vergilbten Blätter und angefaulten Früchte von ihm abfallen. Junges Leben muß aus diesem Baume schlagen."

"Eine sorbische Zeitung, ein Tageblatt muß aus der Taufe gehoben werden, und es muß, so recht in der Sprache des Alltags, interessant und auch mit scharfer Feder, in demokratischem Geist geschrieben, tagtäglich alle sorbischen Dörfer bis in den letzten Winkel hinein überschwemmen. Der kleine Mann, das werktätige Volk muß seinen Freund in ihm sehen, der sich nicht scheut, auf die großen Herren loszuschlagen."

Jakub Lorenc-Zaleski aus " Gedanken, die gehen und kommen" (20.02.1918)

Diese Gedankensplitter zeigen auf, dass sich auch in der früheren Geschichte unseres sorbischen Volkes die Bürger durch die "Bestimmenden" aus Politik und Wirtschaft und deren Beschlüssen abfinden mussten.

Der oben herbeigewünschte Hecht muss sich aus unseren eigenen engagierten Sorben und deutschen Bürgern des Kirchspiels Schleife bilden, denen der Erhalt unserer Jahrhunderte alten Entwicklung der Sprach-, Trachten- und Folkloreregion am Herzen liegt, genauso wie Landschaft, Architektur, Traditions- und Brauchtum und sozialen Beziehungen zwischen den hier Wohnenden.

Sie alle müssen sich der Aufgabe widmen, sich allumfassend über die bevorstehenden Absichten der Abbaggerung und der daraus resultierenden Konsequenzen zu informieren, um dann alle Bürger unserer Region aufzuklären.

Sie brauchen das Vertrauen der Bürger und werden dies auch nur dann bekommen, wenn sie das Sorbische im Ringen um die Erzielung maximaler Zugeständnisse nicht als Mittel zum Zweck benutzen, sondern dies in sich tragen.

Alle Argumente der Industrie über die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in unserer Region mit Hilfe der Braunkohlenförderung und Verkohlung sind nur von kurzfristiger Haltbarkeit und können nicht den Verzicht auf eine einmalige Sprach- und Kulturregion bedeuten.

Betrachtet man die Entwicklung besonders unseres sorbischen Siedlungsgebietes im Niederschlesischen Oberlausitzkreis der vergangenen Jahre, so wird deutlich, dass mit der Zurückhaltung der Landesregierung an der Förderung von Infrastruktur und Industrieansiedlung kein Interesse an der Erhaltung einer sorbischen Region besteht, sondern sie zum Umgraben freigegeben werden soll.

Statt dessen weist man große Bereiche als FFH-Gebiete aus und investiert eher in die hier neu angesiedelten Wölfe, auch um Scheinargumente gegen neue Gewerbeansiedlungen zu formulieren.

Betrachtet man die neuste Veröffentlichung über den prozentualen Anteil der Kohle an der Energiegewinnung unseres Landes, so wird erkennbar, dass auch mit der Kohleverstromung in Zukunft (2005=49%, 2050=35%) nicht die Unabhängigkeit der Energieerzeugung vom Ausland erreicht wird. Hier heißt es, sich auf alternative Lösungen zu besinnen, wie es beispielsweise in Schweden mit der Produktion von Ethanol aus Holz praktiziert wird. Im Hinblick auf weiterhin steigende Energiepreise sollten in noch größerem Maße Kleinanlagen errichtet und gefördert werden, die mit Alternativlösungen zu Kohle, Gas und Öl kleinere Wohn- und Betriebseinheiten mit Energie versorgen können. Auch dieses Vorgehen erzeugt Arbeitsplätze aber zerstört dabei keine Landschaften samt ihrer gewachsenen kulturellen Siedlungsstrukturen.

Unsere Aufgabe kann es nur sein, einen gemeinsamen Standpunkt gegenüber der Landesregierung zu bekunden, der von der Bevölkerung in allen Gemeinden des Kirchspiels Schleife unterstützt wird - das ist der Verzicht auf die künftige Inanspruchnahme des Vorranggebietes . Dies sollte in einem Vertrag auf unbegrenzte Zeit festgeschrieben werden.

Das ist der einzige und richtige Weg für den Erhalt unserer einzigartigen Region, in der sich zurzeit durch viele Initiativen - WITAJ - Schule - Traditionspflege mit allen Dörfern - Vereinsarbeit - Aktivitäten des Sorbischen Kulturzentrums - ein tieferes Besinnen bei vielen Bewohnern auf unser Alleinstellungsmerkmal bemerkbar macht. Durch eine jahrelange Vorarbeit auf dem Gebiet des Tourismus wird spürbar, dass sich gerade in dieser Branche viele Arbeitsplätze in unseren Gemeinden langfristig bilden können.

Betrachtet man vor allem die Vereine, die sich dem Vermitteln sorbischer Eigenheiten unserer Region verschrieben haben, so haben diese nur ihre Berechtigung, wenn sie eine Schleifer Region präsentieren können. Sie wirken nur dann überzeugend und authentisch, wenn sich ein Großteil der hier lebenden Bevölkerung mit ihren Darstellungen identifiziert und gleichzeitig die historisch gewachsene Landschaft und Besiedlung der Orte des Kirchspiels Schleife unberührt bleiben.

Sollte das Vorranggebiet in Anspruch genommen werden und damit die Zerstörung eines erheblichen Teils unseres Siedlungsgebietes sowie die Abwanderung einer größeren Menge besonders der jungen Bevölkerung einhergehen, ist auch die weitere Existenz eines jeden sorbischen Vereins in Frage gestellt.

Ihr weiteres Wirken wäre zu vergleichen mit Schauvorführungen immer mehr alternder Vereinsmitglieder, die dem Zerfall einer einmaligen Folkloreregion hinterher trauern.

Dieser Zustand lässt sich auch nicht mit Geld verändern.

Mit Geld kannst du ein Haus kaufen - aber kein Zuhause. (chinesisches Sprichwort)

Schon jetzt könnten Fragen nach dem Sinn des Witaj-Projektes, der Rekonstruktion des

Njepila-Hofes, der Erhaltung des sorbischen Kulturzentrums, der Initiativen der Traditions- und Brauchtumspflege in den einzelnen Orten unserer Region auftreten und schon vorzeitig zu Desinteresse und Gleichgültigkeit führen.

Sollte dennoch der Kampf gegen die Nutzung des Vorranggebietes scheitern, müssten folgende Bedingungen geschaffen werden:

•  eine intensive Aufklärung aller Bürger über bevorstehende Konsequenzen und die Einbeziehung in die Lösung der kommenden Probleme einer Neustrukturierung
Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw (1856-1950))

•  das Hervorheben der Wichtigkeit des Erhaltes des Kirchspiels Schleife mit all seinen Besonderheiten (Architektur, Sprache, Brauchtum, Traditionspflege, ...)

•  die Entscheidung von einem Großteil der Bevölkerung, im übrigbleibenden Teil des Kirchspiels wohnen zu wollen und am Gemeindeleben teilzunehmen
Wer an den Dingen seiner Region keinen Anteil nimmt, ist nicht ein stiller Bürger, sondern ein schlechter. (Perikles 430 v. Chr.)

•  ein auf unbegrenzte Zeit festgeschriebener Vertrag zum Erhalt des übriggebliebenen Teils des Kirchspiels Schleife als Sicherheit für die Umzusiedelnden

•  eine langfristige Planung und rechtzeitige Umgestaltung von dörflichen Infrastrukturen zur kontinuierlichen Weiterführung bestehender Aktivitäten

•  die Hinwendung der Gemeinden Trebendorf und Groß Düben in eine Gesamtgemeinde Schleife bei Zusicherung des Erhaltes ihrer orttypischen Besonderheiten
Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke. (Leonardo da Vinci (1452-1519))
Der Klügere gibt nach. Solange er der Schwächere ist.
(Manfred Strahl)

•  die Schaffung von Arbeitsplätzen (nicht nur in der Kohle- und Energiegewinnung), die eine Bewohnerzahl garantiert, um Einrichtungen, wie Kindergärten, Grund- und Mittelschule, heimische Gewerbebetriebe, Verkaufseinrichtungen, Arztpraxen, ... zu erhalten

•  die Unterstützung der betroffenen Einrichtungen und Vereine bei Problemen während der Umgestaltungsphase

•  das konsequente gemeinsame mutige Zusammenwirken der Gemeindevertretungen und Bürgermeister mit dem Ziel der Erhaltung dieses sorbischen Kleinods - Kirchspiel Schleife

Zusammenkunft ist ein Anfang.
Zusammenhalt ist ein Fortschritt.
Zusammenarbeit ist der Erfolg.
(Henry Ford (1863-1947))

Wolfgang Kotissek, Halbendorf

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