Budyšin/Bautzen, 10.04.2008

Bundesvorstand bekräftigt Position der sorbischen
Stiftungsratsmitglieder

Die finanzielle Situation der Stiftung für das sorbische Volk war das
zentrale Thema der gestrigen Tagung des Bundesvorstandes der Domowina in Wittichenau. Nachdem der Vorsitzende und der Geschäftsführer der
Domowina, Jan Nuck und Bernhard Ziesch, sowie der Direktor der Stiftung
Marko Suchy über die Ergebnisse der Stiftungsratssitzung informiert
haben, bekräftigte der Bundesvorstand die Position der sorbischen
Stiftungsratsmitglieder. Im gestrigen Beschluss heißt es, der
Bundesvorstand erwarte von den sorbischen Mitgliedern des
Stiftungsrates, dass sie nicht an der geplanten Stiftungsgratssitzung am
7. Mai in Cottbus teilnehmen – es sei denn, die Rahmenbedingungen für
das neue Finanzierungsabkommen würden den Forderungen entsprechen, die im Memorandum zur weiteren Existenz des sorbischen Volkes formuliert
sind. Unabhängig davon sollen die Gespräche auf politischer Ebene
weitergeführt werden.
Wie bekannt haben die Vertreter des sorbischen Volkes im Stiftungsrat am
27. März die Aussetzung ihrer weiteren Mitwirkung bis zum Zeitpunkt des
Vorliegens eines Finanzierungsabkommens zwischen Bund und Ländern auf
der Basis eines einvernehmlichen Förderkonzeptes erklärt. Anlass war die
drastische Unterfinanzierung der Stiftung, die dazu führt, „dass
unverzichtbare Einrichtungen der Sorben geschlossen werden müssen.
Entscheidungen dieser Art können von den Sorben nicht mitgetragen
werden.“

Das Memorandum sowie die Presseinformation vom 27.03.2008 finden Sie auf unserer Homepage unter www.domowina.de .