Bautzen, den 13.03.2008

Aus der Tagung des Bundesvorstandes der Domowina

Der Bundesvorstand der Domowina beschäftigte sich in seiner gestrigen
Tagung in Bautzen u. a. mit der aktuellen finanziellen Situation der Stiftung für das
sorbische Volk. Er fasste dazu den folgenden Beschluss:

„Der Bundesvorstand der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V. fordert
von den Zuwendungsgebern der Stiftung für das sorbische Volk die Bereitstellung
der notwendigen Zuschüsse, die im ‚Memorandum zur weiteren Existenz des sorbischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland' als untere Grenze der Zuschüsse für das neue Finanzierungsabkommen genannt werden.
Für 2008 wird im Memorandum ein Mindestbetrag von 16,4 Millionen Euro
und für die Folgejahre eine Anpassung an die Kostenentwicklung eingefordert. Ein
Unterschreiten der geforderten unteren Grenze der Zuschüsse führt zwangsläufig zur
Schließung unikater sorbischer Einrichtungen, die zum Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur unverzichtbar sind.
Für diesen Fall erwartet der Bundesvorstand der Domowina von den sorbischen Mitgliedern des Stiftungsrates, dass sie sich an Beschlüssen zur Auflösung von
sorbischen Einrichtungen nicht beteiligen und fordern sie auf, ihre Mitwirkung im
Stiftungsrat auszusetzen.“